Junge mit künstlichem Schnauzer

Kommission Jungen- und Männerarbeit

Die Kommission Jungen- und Männerarbeit des BJR wurde 2009 vom Hauptausschuss eingerichtet. Der Hauptausschuss, das oberste jugendpolitische Gremium der Mitglieder des BJR kann Kommissionen einsetzen, um „Aufgaben zu bearbeiten, welche nicht unmittelbar auf die Arbeit des Hauptausschusses zielen, aber für die Jugendarbeit von grundsätzlicher Bedeutung sind. Kommissionen haben ausschließlich beratende Funktion.“ (Geschäftsordnung des Hauptausschusses §13)

Aktuelle Aufgaben der Kommission

Die Aufgaben und die Arbeitsstruktur der Kommission Jungen- und Männerarbeit wurden auf dem 147. Hauptausschuss für die restliche Wahlperiode auf Grundlage dieses Zwischenberichts wie folgt beschlossen:

Die Arbeit der Kommission soll fortgeführt und verbreitert werden mit der Zielrichtung, die Einsicht in die Notwendigkeit geschlechtsspezifischer Jugendarbeit zu vertiefen und diese als Qualitätsmerkmal auf allen Ebenen und in allen Strukturen der Jugendarbeit in Bayern zu verankern.

Regelmäßige Aufgaben sind die Information, der Austausch und die Vernetzung, die Durchführung von Fachveranstaltungen (Fachgespräche, Tagungen, Konferenzen), die Begleitung der Gremienarbeit des BJR durch Berichte und Meinungsaustausch, Beratung und Mitgestaltung jugendpolitischer Beschlüsse. Hierbei soll möglichst abgestimmt mit der Kommission Mädchen- und Frauenarbeit vorgegangen werden. Die Form dieser Zusammenarbeit und Abstimmung soll präzisiert und verstetigt werden. Die fachpolitischen Außenvertretungen für den BJR in der BAG Jungenarbeit und im Netzwerk Neue Wege für Jungs, sowie in regionalen Netzwerken der Jungenarbeit werden von Mitgliedern der Kommission weiterhin wahrgenommen.

Konkrete Aufgaben und Zielsetzungen für die aktuelle Wahlperiode bis 2017:

  • Beratung und Unterstützung des BJR-Hauptausschusses bei der fachlichen Umsetzung der gesetzlichen Pflichtaufgabe des § 9, Abs. 3, SGB VIII als Querschnittsaufgabe in der Jugendarbeit
  • Beratung und Begleitung der regelhaften Arbeit des Hauptausschusses aus jungen- und männerpolitischer Sicht
  • Aufgreifen von aktuellen jungen- und männerpolitischen Themen und Entwicklungen insbesondere in Bezug zur Jugendarbeit und deren Einbringen zur Information in die Arbeit des Hauptausschusses
  • Feststellung des weiteren Beratungs-, Unterstützungs- und Fortbildungsbedarfs zum Themenkomplex in der bayerischen Kinder- und Jugendarbeit, Entwicklung von Seminaren und Bildungsveranstaltungen, Qualifikation von Multiplikator/-innen
  • Zusammenarbeit mit der Kommission Mädchen- und Frauenarbeit, hier v.a. Mitarbeit in der AG Gender zur Vernetzung der beiden Geschlechter-Kommissionen, Entwicklung von Genderpädagogischen Ansätzen, Begriffsklärungen zum Diskurs um sexuelle Orientierung und Identität
  • Planung und Durchführung eines Fachgesprächs zur Vorstellung und Erörterung der Ergebnisse der Evaluation des Fachprogramms und Entwicklung von Perspektiven daraus
  • Planung und Durchführung eines bayernweiten Fachtages zur geschlechtsbewussten Jungenarbeit, Multiplikatoren-Schulung inkl. thematischen Inputs
  • Erarbeitung von Juleica-Bausteinen zu Methoden der Jungenarbeit sowie fachlich theoretische Fundierung zur geschlechtsspezifischen sowie Gender-Arbeit, Service: Arbeitshilfe
  • Weiterbearbeitung und Umsetzung der „Jungenpolitischen Forderungen des BJR“ (Beschluss 145. HA)
  • Fachpolitische Vertretung in der BAG Jungenarbeit, im Netzwerk „Neue Wege für Jungs“ und in enger Abstimmung mit dem Landesvorstand gegenüber den jugendpolitischen Sprecher/-innen des Landtags