Hinsehen und Handeln

Zum Thema des Fachtags

Rassismus ist ein Angriff auf die Menschenwürde. Er verletzt, grenzt aus und benachteiligt. Rassismus negiert die Gleichwertigkeit von Menschen und geht uns somit alle an. Rassismus fördert strukturell auch die Legitimation gesellschaftlicher Machtpositionen von Menschengruppen und schließt entsprechend andere von diesen Positionen aus.

Der Fachtag des BJR richtet sich an Akteur_innen aus den Strukturen der Jugendarbeit in Bayern und alle anderen am Thema Interessierten.

In Vorträgen wird vertiefend auf verschiedene Dimensionen und Mechanismen von Rassismus und Islamfeindlichkeit in allen Lebensbereichen eingegangen. Die Workshops am Nachmittag bieten die Möglichkeit, anhand von Praxisübungen individuelle Handlungsstrategien für sich und den eigenen Arbeitsalltag zu erarbeiten. Dabei soll der eigene Blick für Rassismus und Vorurteile in der Gesellschaft und in Institutionen geschärft werden.

Die Teilnehmenden können aus drei verschiedenen Workshops eine Auswahl treffen.

Die Workshops im Überblick

DEN MENSCHEN IM BLICK: Kompetenzen gegen Rassismus und Diskriminierung in Beruf und Alltag – für eine Kultur des Respekts, der Menschenrechte und der Teilhabe. (Rabia Kökten, LMU München)

STAND UP! – GEGEN DISKRIMINIERUNG: Praktische Handlungsmöglichkeiten und Gegenstrategien auf dem Weg zu einer vorurteilsbewussten und diskriminierungsfreien Gesellschaft. (N.N., Lidice Haus, Bremen)

DIE LAST DER VORURTEILE: Schon mal in einer Schublade gesteckt? Mechanismen von Vorurteilen offenlegen, eigene Assoziationen hinterfragen, Dialog führen. (Dr. Eva Riedl, Dialog FÜR Demokratie, BJR)

Die Referent_innen

Rabia Kökten M.A. ist Erziehungswissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMFSFJ-Projekt „Den Menschen im Blick – Kompetenzen gegen Rassismus und Diskriminierung in Beruf und Alltag“ am Lehrstuhl für politische Systeme und Europäische Integration der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der postkolonialen Rassismus- und Diskriminierungsforschung, der Diskurs- und Framinganalysen sowie der Demokratiebildung.

Prof. Dr. Mihri Özdoğan ist Soziologe und Sozialpsychologe, Professor für Migration und Soziale Arbeit an der Hochschule Landshut sowie Studiengangsleiter des MA-Studiengangs „Soziale Arbeit: Diversität gestalten“. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Migrations- und Diversitätssensible Soziale Arbeit, Antisemitismus- und Rassismusforschung, Theorien sozialer Ungleichheit und Kritische Soziale Arbeit. 

Alles Wichtige im Überblick

Wann?

Samstag, 11. Mai 2019 10.00 – 17.15

Wo?

Haus Eckstein Burgstr. 1-3 90403 Nürnberg

Wer?

Akteur_innen aus den Strukturen der Jugendarbeit in Bayern und alle anderen am Thema Interessierten.

Wieviel?

kostenfrei

http://www.fluechtlinge-werden-freunde.de/ich-bin-doch-nicht-privilegiert/