Alle dabei? Wie sich die Einbürgerungspraxis auf die Jugendarbeit auswirkt

Was bedeuten die vieldiskutierten Einbürgerungserleichterungen der Bundesregierungfür junge Menschen und für die Jugendarbeit?

Für viele junge Menschen in Bayern ist Staatsbürgerschaft und Einbürgerung ein Thema, sei es, dass sie sich selbst um eine Einbürgerung bemühen, sei es, dass sie Familienmitglieder oder Vereinsmitglieder dabei unterstützen. Sie befinden sich in umfangreichen Verfahren, die viel Zeit in Anspruch nehmen. Zeit, die für die aktive Jugendarbeit im Verband fehlt. Wer weiß schon, dass die Zusammensetzung der Staatsbürgerschaften im Vorstand des Jugendverbandes darüber entscheidet, ob man als Ausländerverein gilt-oder nicht?

Auch Fachkräfte in der Jugendarbeit werden immer wieder damit konfrontiert, dass Staatsbürgerschaft und Aufenthaltsstatus eine Auswirkung auf die Beteiligung junger Menschen an ihren Programmen haben. So können Ferienfahrten und Auslandsaufenthalte nicht mehr sorgenfrei mit allen geplant werden, feste Zusagen sind bei unsicheren Perspektiven schwierig und auch bei der politischen Bildung kommen neue Fragen auf.

Wir wollen das Thema Einbürgerung unter verschiedenen Aspekten betrachten und ins Gespräch kommen. In Austauschrunden wollen wir dann verschiedene Aspekte vertiefen. Eingeladen sind: Frau Tonn – zuständige Referatsleitung im Büro der Integrationsbeauftragten des Bundes, Mascha Klimovskikh, Landesvorstand des BJR, junge Menschen aus dem Assyrischen Jugendverband Mitteleuropa, Marin Rasso Scheid – Anwalt für Migration

Wann und wo?

Samstag, 22.04.2022 von 10:00 – 16:00 Uhr im CPH Nürnberg, für Verpflegung ist gesorgt

Programm

10:00 Uhr Begrüßung

10:15 Uhr Talk mit Input zur erleichterten Einbürgerung

12:00 Mittagessen

13:00 Workshops

15:30 Zusammenfassung/ Vereinbarungen

16:00 Ende der Veranstaltung

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