Ein Mann auf einer Leiter skizziert wichtige Erfolgsfaktoren an eine Wand.

Street-Soccer Cup der St. Martin Jugend der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Martin

Der VIEL Preis 2018 geht an die St. Martin Jugend der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Martin für ihr jährlich stattfindenden Street-Soccer Cup, der durch den langen Atem, das hohe ehrenamtliche Engagement und die nachhaltige Wirkung beeindruckt. Mit dem Streetsoccer Cup finden junge Geflüchtete Zugang zur Jugendarbeit und wirken aktiv mit.

Aus der Lust am Fußball und von viel Sportsgeist getrieben wurde das Projekt 2013 ursprünglich als Event VON Jugendlichen FÜR Jugendliche geplant. Mit der hohen Teilnehmerzahl wurde der Streetsoccer-Cup immer mehr zu einem Fest und entwickelte sich mit seinem Fairness- Charakter zu  einem idealen Medium, um ein friedliches und tolerantes Miteinander unter Jugendlichen mit unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Glaube zu stärken.

Bis heute hat sich der SSC in seiner Botschaft, der Organisation und Zielsetzung stetig weiter entwickelt. Von "Zeig Rassismus die ROTE Karte" 2015 über "Anstoß für Toleranz, Vielfalt und Gemeinschaft" 2016 zu einem "Doppelpass zwischen Vielfalt und Gemeinschaft". Wo einst das gemeinsame Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Antisemitismus im Sport im Mittelpunkt stand, wird heute Vielfalt und Gemeinschaft über das Spiel hinaus zusammen gebracht und Angst, Vorurteile und Grenzen abgebaut.

Mittlerweile planen und organisieren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die einmal Teilnehmer waren, das Event im Ganzen mit. Sie wurden, getreu dem Motto der Jugendarbeit von St. Martin: "von Teilnehmern zu Mitarbeitern". Sie erhalten mit dem Event eine verantwortungsvolle Rolle und haben Freude an den gewonnenen Erfahrungen und Kontakten. Am wöchentlichen Offenen Jugendtreff und Fußballtreff nehmen viele gerade nach dem Event gerne teil.

Der Event wird hauptsächlich von 5 Ehrenamtlichen der Jugend St. Martin organisiert. Dazu gehören alle Aufgaben von Öffentlichkeitsarbeit, über das Anwerben von Sponsoren und Prominenten, bis zur Materialbeschaffung und Moderation des Tages. Sie sorgen dafür, dass es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an nichts fehlt und an mehreren Stellen im Jugendhaus und dem Garten Orte der Begegnung möglich sind, z.B. bei Spielestationen, durch das gemeinsame Mahlzeitenzubereiten oder die Spielerbetreuung. Zur Seite stehen dabei zwei Hauptamtliche der Gemeinde. Bereits 2017 konnten acht jugendliche Flüchtlinge für die Beteiligung an der Planung und

Durchführung begeistert werden. Dieses Jahr haben sich bereits 10 Jugendliche angekündigt, bei den Vorbereitungen und am Tag selbst mit anzupacken. Entsprechend ihrer Fähigkeiten unterstützen sie beim Kochen, beim Aufbau des Spielfeldes oder bei der Organisation am Turniertag. Dabei werden sie von weiteren 30 Ehrenamtlichen der gesamten Kirchengemeinde unterstützt. Von Küche, Moderation und Übersetzer über Fairness- Schiedsrichter bis zur Betreuung der Spielemöglichkeiten wie Kicker, Billard und Tischtennis im Haus während des Turniers.

Unter der Schirmherrschaft vom Fürther Bürgermeister Markus Braun spielen nicht nur Jugendliche sondern auch Vertreter unterschiedlicher Parteien und Kirchen im "Promi-Cup" gegeneinander und für Vielfalt und Toleranz. Als besondere Gäste warden Mitglieder des Integrationsbeirates, Landtagsabgeordnete und Mitglieder unterschiedlicher Religionsgemeinschaften erwartet.