Basiliuskathedrale in Moskau

Internationale Jugendarbeit

Die Internationale Jugendarbeit (IJA) ist Teil der Jugendarbeit und damit Teil der Jugendhilfe, die ihre gesetzlichen Grundlage im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) hat (vgl. §11 KJHG). Schwerpunktländer in der Internationalen Jugendarbeit beim BJR sind Mittel- und Osteuropa und Israel.

Für die Internationale Jugendarbeit gelten die allgemeinen Ziele der Jugendarbeit: Die Angebote „sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und gestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialen Engagement anregen und hinführen“.

Vertrauensvolle Partnerschaften

Erfolgreiche Maßnahmen der IJA sind gekennzeichnet durch qualifizierte pädagogische Begleitung durch interkulturell geschulte ehren- oder hauptamtliche Fachkräfte. Sie leben von einer vertrauensvollen und intensiven Partnerschaft der beteiligten Träger im In- und Ausland, die auf Gegenseitigkeit ausgerichtet ist. Alle Aktivitäten sind an den Interessen der Jugendlichen orientiert und werden von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet.

Non-formale Bildung

Internationale Jugendarbeit ist ein pädagogisch begleitetes Feld non-formaler Bildung, das auch eine Vielzahl informeller Lernanlässe bietet. Für junge Menschen stellt sie ein freiwilliges Bildungsangebot dar, das ihnen Gestaltungs- und Entfaltungsspielraum bietet, ihr eigenes Engagement fördert und einfordert sowie an ihre Interessen und Motivationen anknüpft. Die von dem Erziehungswissenschaftler Wolfgang Klafki benannten Grundfähigkeiten Fähigkeit zur Selbstbestimmung, Fähigkeit zur Mitbestimmung und Fähigkeit zur Solidarität sind auch die Ziele und erlebter Alltag in Jugendbegegnungen.

Bereits in der Präambel des Bayerischen Jugendrings von 1947 steht „alle Arbeit soll getragen sein, ... von der Bereitschaft alles zu tun, was dem Frieden und der Verständigung der Völker dient ...“; dies wird auch in den Aufgaben u.a. darin präzisiert, dass die internationalen Begegnungen und Zusammenarbeit zu fördern sind. 

Auch wenn es aus heutiger Sicht abwegig klingen mag, Gruppen von Menschen, die auf dem gleichen Staatsgebiet leben, als „Völker“ zu bezeichnen, ist doch der dahinterstehende Gedanke des friedlichen und demokratischen Miteinanders heute noch aktuell.

Kinder- und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsregierung

Auch im Kinder- und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsregierung ist IKA ein wichtiger Bestandteil: "Internationale Jugendarbeit vermittelt persönliche Begegnungen zwischen jungen Menschen verschiedener Herkunft und Nationalität und ermöglicht vielfältige Formen gemeinsamem Erlebens, Lernens und Arbeitens, sie leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung junger Menschen."