Espoo - klingt fast wie Science-Fiction

Fachkräfteaustausch "Digital Youth Work", 26.-30. Mai 2019 in Finnland und Estland

Espoo ist die zweitgrößte Stadt Finnlands, nur wenige Kilometer von Helsinki entfernt. Die Stadt lebt vor, wie Jugendarbeit und Digitalisierung vor Ort ganz selbstverständlich verknüpft werden können. Best-Practice-Beispiele ließ sich eine 19-köpfige Delegation des Bayerischen Jugendrings im Rahmen des Fachkräfteaustauschs Digital Youth Work in Kooperation mit der finnischen Jugendorganisation Verke und dem Estonian Youth Work Centre in verschiedenen Organisationen und Einrichtungen mit digitalen Angeboten für junge Menschen in Finnland und Estland zeigen. Das örtliche Service Center zum Beispiel verbindet Jugendtreff, Bibliothek, Stadtverwaltung und Arztzentrum. Viele Jugendliche kommen täglich hierher, um auf den roten Couchen ihre Freizeit zu verbringen. Der Treff ist gut frequentiert, wie die abgenutzten Polster zeigen. Hier im Jugendzentrum warten verschiedene Spiele, Gamingstationen und Aktivitäten auf die jungen Besucher. Eine hellgrüne Linie zieht sich durch das gesamte Obergeschoss. Wer ihr folgt, der entdeckt noch mehr: In den Räumen der Bibliothek neben dem Jugendtreff befinden sich Bandproberäume mit Bühne, Kopfhörer samt CDs und an gefühlt jeder Ecke eine Steckdosenleiste. Das wohl wertvollste Equipment wartet am Ende des Flurs im Innovationslabor. Hier rattert ein 3-D-Drucker neben dem anderen, reiht sich ein Computer an den anderen. Im Raum daneben warten kleine Roboter auf die freudigen Programmierer. Der Besuch und auch das Drucken kostet nichts. Für die Stadt ist es dennoch nicht umsonst. Sie führt so junge Menschen spielerisch an die Technik heran. Eine

Bibliothek, die verschiedene Medien miteinander verbindet, dazu ein Innovationslabor – ein nachhaltiges Konzept, auf das auch Städte in Estland setzen. Eine simple Idee – und derzeit doch für einige bayerische Kommunen fast eine Galaxie entfernt.

Impressionen