Die Fahnen der EU, von Belgien, Deutschland und Bayern

Jugend bewegt Europa, 4.11.2016, Würzburg

Veranstaltung zum 20. Jubiläum des Europäischer Freiwilligendienst

Der Europäische Freiwilligendienst wird 20 Jahre alt. Aus diesem Grund veranstaltete der Bayerische Jugendring mit Unterstützung der Jugendbildungsstätte Unterfranken und in Kooperation mit Jugend für Europa am 4. November 2016 eine Podiumsdiskussion mit Empfang unter dem Titel "Jugend bewegt Europa" in Würzburg. Die Gäste der Podiumsdiskussion waren Thomas Mütze, MdL, Manuela Dillenz (IN VIA Würzburg) von Seiten der Träger sowie Rebecca Gehrsitz und Alicia Herraiz Lozano als Ehemalige Europäische Freiwillige. Leider musste krankheitsbedingt die Abgeordnete des Europäischen Parlaments Kerstin Westphal kurzfristig absagen.

Zur Veranstaltung waren aktive und ehemalige Freiwillige im EFD, im Freiwilligen Sozialen Jahr und Freiwilligen Ökologischen Jahr sowie Trägerorganisationen, interessierte Jugendliche, Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Die Gäste kamen zahlreich, es wurde leidenschaftlich diskutiert und auch Optimierungsbedarfe benannt. Eines wurde dabei deutlich: Der EFD ist eine große Chance, für junge Menschen selbst sowie für Europa!

Hintergrund: Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) ist eine europäische Erfolgsstory. Mit ihm hat die EU seit 1996 Zehntausende junger Menschen dazu bewegt, sich für ein friedliches, offenes und solidarisches Europa zu engagieren. Im Rahmen des EFD engagieren sich pro Jahr ca. 10.000 Jugendliche in gemeinnützigen Projekten in ganz Europa. Ob in Flüchtlingsprojekten, im Umweltbereich oder in Kindergärten: Junge Europäische Freiwillige kommen aus über 30 Ländern, erfahren europäische Realitäten im Umfeld ihres Einsatzortes und begeistern sich für europäische Themen. Der EFD ist ein echter europäischer Dienst, denn er wird in ganz Europa angeboten. Und er ist ein Dienst für alle jungen Menschen, denn er ist kostenlos und fragt nicht nach schulischen Erfolgen oder sozialem Hintergrund.  

Auch die Effekte sind nachhaltig:

  • Bei 85 % der Teilnehmer ist das Bewusstsein für gemeinsame europäische Werte – wie Menschenrechte, Demokratie oder Toleranz – nach dem Projekt gestiegen.
  • 82 % interessieren sich nach dem Projekt mehr für europäische Themen als vorher.
  • 74 % der Teilnehmer setzen sich stärker als früher gegen Diskriminierung, Intoleranz und Rassismus ein.
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Delegationsfahrt der Landesvorstandsarbeitsgruppe Europäische Jugendpolitik, 08.-11.12.2015, Brüssel

Im Dezember fuhr die Landesvorstandsarbeitsgruppe "Europäische Jugendpolitik" als Delegation des BJRs mit dem neuen und erst kürzlich beschlossenen Positionspapier des Bayerischen Jugendrings nach Brüssel, um es dort vor zu stellen und zu diskutieren. Unter anderem konnten wir mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments Manfred Weber (CSU), Kerstin Westphal (SPD), Ulrike Müller (Freie Wähler) und Petra Kammerevert (SPD, Mitglied im CULT-Ausschuss) sprechen. Außerdem standen Termine in der Europäischen Kommission, der Bayerischen Vertretung, dem Ausschuss der Regionen und dem Europabüro der Bayerischen Kommunen auf dem Programm.

Die Landesvorstandsarbeitsgruppe "Europäische Jugendpolitik" begleitet das europapolitische Engagement des BJRs, berät den Landesvorstand und setzt sich aus Jugendringen, Jugendverbänden, kommunaler Jugendarbeit und Geschäftsstelle des BJRs zusammen.