Mitwirkung und Beteiligung

Das örtliche Gemeinwesen lebt durch die Beteiligung und durch das Engagement möglichst vieler Personen und Organisationen. Innerhalb der Gemeinde sollen deshalb ausgeprägte Möglichkeiten zur Mitwirkung und Beteiligung an örtlichen Entwicklungen bestehen.

In den Gemeinden haben sich in den letzten Jahren erfreulicherweise viele Ansätze einer Kinder- und Jugendpolitik entwickeln, die verstärkt eine Förderung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Planungs- und Entscheidungsprozessen ermöglichen. Vielfach kommt darin das Bemühen zum Ausdruck, Kinder und Jugendliche nicht mehr nur als Objekte von Planungen und Entscheidungen zu sehen, sondern sie auch als Träger subjektiver Rechte ernst zu nehmen und ihre Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Durch Beteiligung …

  • … sichert die Gemeinde Kindern und Jugendlichen die Grundrechte zu, die ihnen als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger zustehen
  • … erhalten junge Menschen bereits heute die Möglichkeit, verantwortungsbewusst an politischen Entscheidungen in ihrer Gemeinde mitzuwirken, von denen sie morgen als Erwachsene selbst betroffen sein werden
  • … werden politische Zusammenhänge für Mädchen und Jungen lebendiger und durchschaubarer. Sie können sich dadurch stärker mit dem demokratischen Gemeinwesen in ihrer Gemeinde identifizieren
  • … ermöglicht die Gemeinde Kindern und Jugendlichen mehr Handlungsspielräume für gesellschaftliche und politische Mitbestimmung, somit die Erfahrung von demokratischer Meinungs- und Willensbildung
  • … wird sichergestellt, dass die Belange von Kindern nicht übersehen werden

Beteiligung kann ein Beitrag zur besseren Qualität von politischen Entscheidungen sein. Sie soll bei Kindern und Jugendlichen die Entwicklung von Solidarität und Gemeinsinn fördern und ist ein Baustein dazu, dass sie sich stärker mit ihrer Gemeinde oder ihrem Stadtteil identifizieren.