Sonnenuntergang über Waldlandschaft

Leuchtturmprojekte für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Seit 2010 ist der Bayerische Jugendring Mitglied der Bayerischen Klima-Allianz, einem Netzwerk mit inzwischen über 30 verschiedenen Akteuren, die es sich zum Ziel gesetzt haben, das Bewusstsein für den Klimaschutz zu stärken.

Der BJR will Informationen bereitstellen, Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und zu gemeinsamen Aktionen anregen, die auf einen nachhaltigen Klimaschutz zielen. Von 2012 bis 2015 hat der BJR insgesamt sechs große Leuchtturmprojekte für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern aus der Jugendarbeit durchgeführt. Im Rahmen der Leuchtturmprojekte sollten junge Menschen ihre eigenen Ideen zum Thema „Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ entwickeln und umsetzen.

Klimapfadfinderin

Pfadfinderinnenschaft St. Georg Bayern

An dem bayernweiten Planspiel haben etwa 600 Pfadfinderinnen teilgenommen. Durch eigenes nachhaltiges Handeln mussten Klimasparpunkte in Form von Eiskristallen erworben werden, um den Lebensraum des Eisbärenmädchens Anouk zu retten. In der Auseinandersetzung mit Themen wie „Ernährung“, „Mobilität“ und „Konsum“ erlebten die Teilnehmerinnen, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht zwangsweise Verzicht, im Sinne von „weniger Spaß“ bedeuten, und dass jede/r einen Beitrag für eine bessere (Um-)Welt leisten kann.

Ein Ökodorf in Maulwurfshausen

Abenteuerspielplatz Maulwurfshausen

Ein Jahr lang haben sich die jungen Besucher/-innen des Abenteuerspielplatzes Maulwurfshausen mit der Frage befasst, was sie für ein wirklich gutes Leben brauchen. Auf diese Weise ist ein komplett neuer Stadtteil der Spielstadt entstanden, das Ökodorf. In allen Phasen der Planung und der Konstruktion haben die jungen Bürger/-innen der Spielstadt sich mit den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung beschäftigt und ihre eigenen Lösungen bspw. für „Recycling“ oder „Energiegewinnung“ entwickelt und umgesetzt.

Jubi-Klimatage

12 Jugendbildungsstätten Bayerns

Die 12 Jugendbildungsstätten Bayerns haben sich in einem gemeinsamen Projekt unter anderem mit der Frage befasst, welche Auswirkungen der eigene und der gesellschaftliche Lebensstil auf das Klima haben. Die einzelnen Jugendbildungsstätten haben sich im Laufe des Projekts intensiv mit ihren verschiedenen Schwerpunkten wie bspw. „Ernährung“, „Lebensräume“ oder „Spiritualität“ beschäftigt und vielfältige Mitwirkungsmöglichkeiten beim Thema „Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ aufgezeigt. Im Rahmen eines Jugend-Klimagipfels, den „Jubi-Klimatagen“ kamen Jugendliche aus allen 12 Jugendbildungsstätten zusammen um ihre Ergebnisse vorzustellen, ihr Wissen zu teilen und angeregt zu diskutieren.

Klima.aktiv

KjG Würzburg

Mit dem speziell  umgerüsteten Klimobil können Angebote der Umweltbildung direkt zu den Jugendlichen in die Gruppenstunde, auf das Zeltlager oder auch auf Messen gebracht werden. Im Rahmen des Projekts sind fünf Bildungsmodule entwickelt worden, mit deren Hilfe sich junge Menschen z.B. mit Ursachen und Folgen des weltweiten Klimawandels oder der Mobilität der Zukunft auseinandersetzen können. Auch ein persönlicher Energiecheck wurde erarbeitet, um abstrakte Begriffe wie „Energieverbrauch“ greifbar und erlebbar zu gestalten.

Klimaneutrale Ferienfreizeiten

Fahrten - Ferne - Abenteuer

Von der Planung, über die An-und Abreise, das Kochen bis hin zum Programm hat sich der der Projektträger mit der Umsetzung  „klimaneutraler Ferienfreizeiten“ beschäftigt. Neben der Veranstaltungsplanung ging es vor allem auch darum, Fahrtenleiter und Mitarbeiter/-innen zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu schulen, sowie Arbeitshilfen zu erstellen, um das Konzept „klimaneutraler Ferienfreizeiten“ dauerhaft im Verband zu verankern.

Energiepark

Jugendbildungsstätte Waldmünchen

Auf dem Gelände der Umweltstation in Waldmünchen ist ein Energiepark mit verschiedenen Stationen regenerativer Energiequellen entstanden. Die einzelnen Stationen wurden von Jugendlichen entworfen und mit fachlicher Unterstützung durch die benachbarte Berufsschule auch baulich umgesetzt. Besucher/-innen der Umweltstation können sich dort nun über die Vor- und Nachteile von Solar-, Wind- und Wasserkraft oder auch über die Funktionsweise einer Biogasanlage informieren.