Forschungsprojekt SchutzNorm

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Der Bayerische Jugendring war 2018 - 2021 Praxispartner der HAW Landshut in dem Interdisziplinären Forschungsprojekt „SchutzNorm - Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit - Normalitätskonstruktionen von Gewalt und Sexualität unter Jugendlichen“. Inzwischen ist dieses Projekt abgeschlossen, einige Ergebnisse sind in den Präsentationen (hier unter "Downloads") zu finden. Zum Abschluss des Projektes erschien die Broschüre "Qualitätsstandards für Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit", die unter der folgenden Kennung abgerufen und zitiert werden kann: doi.org/10.25528/071  

Im Rahmen des Verbundvorhabens nahmen Wissenschaftler_innen an vier Projektstandorten gemeinsam mit je einem Praxispartner folgende Handlungsfelder näher in den Blick: Kiel: Jugendsozialarbeit; Kassel: internationale Jugendarbeit; Hildesheim: offene Kinder- und Jugendarbeit; Landshut: Jugendverbandsarbeit.

Worum es ging:

Schutzkonzepte zur Sicherstellung der Rechte von Kindern und Jugendlichen knüpfen bisher kaum an den Vorstellungen von Sexualität und Gewalt von Jugendlichen an. Darum ist es das Anliegen des Verbundvorhabens, die Sichtweisen der Jugendlichen und ihre eigenen Vorstellungen von „Normalität“ im Kontext von Sexualität und Gewalt zu erheben und in Schutzkonzepte einfließen zu lassen.

Was getan wurde:

Um Informationen aus der Perspektive von Jugendlichen zu erfassen, führten wir Forschungswerkstätten durch, in denen Jugendliche für Peer-to-Peer-Erhebungen angeleitet wrdeun. Wir führten eine Online-Befragung durch und analysierten bereits existierende Schutzkonzepte. Alle Ergebnisse wurden bei einer Jugendkonferenz vorgestellt und es soll eine Broschüre mit Empfehlungen für die offene Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit, Jugendfreizeiten und internationale Jugendarbeit erarbeitet werden.

Wir wollten wissen…

…welche Vorstellungen Jugendliche von Sexualität und Gewalt haben.

…welche Themen Jugendlichen in diesem Zusammenhang wichtig sind.

…wie Jugendliche mit Sexualität und Verletzungen der persönlichen Grenzen in der Peer- Community umgehen.

…welche Maßnahmen es schon zum Schutz der Jugendlichen gibt.

…was unternommen wird, um Risiken proaktiv anzusprechen.

…welche Herausforderungen sich für Schutzkonzepte aus den Vorstellungen ergeben.

Hierfür wurden die Forschenden in einem partizipativen Ansatz gemeinsam mit Jugendlichen die Forschungsinstrumente und Methoden entwickeln.

Projektdauer: 07/2018 – 06/2021

Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln des BMBF. Ein Anschlussprojekt wird angestrebt.

Ansprechpersonen bei der HAW Landshut:

Sonja Riedl
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Sonja.Riedl@haw-landshut.de

Prof. Dr. phil. Mechthild Wolff
Projektleitung am Standort Landshut
mechthild.wolff@haw-landshut.de