Forschungsprojekt SchutzNorm

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Der Bayerische Jugendring ist Praxispartner der HAW Landshut in dem Interdisziplinären Forschungsprojekt „SchutzNorm - Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit - Normalitätskonstruktionen von Gewalt und Sexualität unter Jugendlichen“. Im Rahmen des Verbundvorhabens nehmen Wissenschaftler_innen an den vier Projektstandorten gemeinsam mit je einem Praxispartner folgende Handlungsfelder näher in den Blick: Kiel: Jugendsozialarbeit; Kassel: internationale Jugendarbeit; Hildesheim: offene Kinder- und Jugendarbeit; Landshut: Jugendverbandsarbeit.

Worum es geht:

Schutzkonzepte zur Sicherstellung der Rechte von Kindern und Jugendlichen knüpfen bisher kaum an den Vorstellungen von Sexualität und Gewalt von Jugendlichen an. Darum ist es das Anliegen des Verbundvorhabens, die Sichtweisen der Jugendlichen und ihre eigenen Vorstellungen von „Normalität“ im Kontext von Sexualität und Gewalt zu erheben und in Schutzkonzepte einfließen zu lassen.

Was wir tun:

Um Informationen aus der Perspektive von Jugendlichen zu erfassen, führen wir Forschungswerkstätten durch, in denen Jugendliche für Peer-to-Peer-Erhebungen angeleitet werden. Wir führen eine Online-Befragung durch und analysieren bereits existierende Schutzkonzepte. Alle Ergebnisse werden bei einer Jugendkonferenz vorgestellt und eine Broschüre mit Empfehlungen für die offene Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit, Jugendfreizeiten und internationale Jugendarbeit erarbeitet.

Wir wollen wissen…

…welche Vorstellungen Jugendliche von Sexualität und Gewalt haben.

…welche Themen Jugendlichen in diesem Zusammenhang wichtig sind.

…wie Jugendliche mit Sexualität und Verletzungen der persönlichen Grenzen in der Peer- Community umgehen.

…welche Maßnahmen es schon zum Schutz der Jugendlichen gibt.

…was unternommen wird, um Risiken proaktiv anzusprechen.

…welche Herausforderungen sich für Schutzkonzepte aus den Vorstellungen ergeben.

Hierfür werden die Forschenden in einem partizipativen Ansatz gemeinsam mit Jugendlichen die Forschungsinstrumente und Methoden entwickeln.

Als Resultat aus den Forschungsergebnissen wird eine Broschüre von und für Jugendliche zum Umgang mit Sexualität und Gewalt entstehen. Zudem ist eine Jugendkonferenz geplant, bei der die Projektergebnisse vorgestellt und diskutiert werden. Auf dieser Basis werden Handlungsempfehlungen für die Jugendsozialarbeit, internationale Jugendarbeit, offene Kinder- und Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit erarbeitet.

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des BMBF.

Projektdauer: 07/2018 – 06/2021

Ansprechpersonen bei der HAW Landshut:

Kirsten Röseler
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Praxiskoordination
Kirsten.Roeseler@haw-landshut.de

Sonja Riedl
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Sonja.Riedl@haw-landshut.de

Team-Handy: 0151-70392627

Prof. Dr. phil. Mechthild Wolff
Projektleitung am Standort Landshut
mechthild.wolff@haw-landshut.de