Euro-Münzen und Schein

Prävention von Glücksspielsucht

Wer unter 18 ist, darf nicht an Glücksspielen teilnehmen, so zumindest laut Glücksspieländerungsstaatsvertrag (§ 4 Abs. 3 Erster GlüÄndStV) und dem Jugendschutzgesetz (§ 6 JuSchG). Trotzdem spielen Jugendliche kommerzielle oder selbstorganisierte Glücksspiele. Der BJR fordert einen verbesserten Jugendmedienschutz.

46,9 Prozent der bayerischen Jugendlichen gaben an, in den letzten zwölf Monaten an einem Glücksspiel teilgenommen zu haben.

Der BJR-Hauptausschus hat in einem Beschluss zur Prävention von Glücksspielsucht folgendes gefordert:

  • Jugendschutzregelungen, die Minderjährigen die Spielteilnahme bei Glücksspielen und Sportwetten untersagen
  • eine effektivere Kontrolle durch die Behörden vor Ort
  • ein Verbot jeglicher Werbung für Glücksspiel
  • Stärkung und den Ausbau von medienpädagogischen Angeboten und aktiven Medienprojekten, mittels derer junge Menschen ohne erhobenen Zeigefinger den Umgang mit Medien erlernen und auf Gefahren und Risiken aufmerksam werden

Jugendarbeit, die hier tätig sein will, kann auf die Kompetenzen und Erfahrungen der Medienfachberatungen in den Bezirken zurückgegriffen werden. Ein verbesserter gesetzlicher Jugendmedienschutz insbesondere bei kostenfreien Glücksspielsimulationen und Demo-Spielen im Rahmen von Computerspielen und Apps ist dabei ein erster wichtiger Schritt.

Kooperationspartner des BJR im Bereich Prävention von Glücksspielsucht ist die Aktion Jugendschutz Bayern e.V.