22.03.2025
Wir sind die Brandmauer
Die 166. Vollversammlung des Bayerischen Jugendrings hat beschlossen:
- Der BJR ruft die gesamte Zivilgesellschaft auf, sich aktiv für die Stärkung der Demokratie einzusetzen. Gemeinsam bilden wir eine Brandmauer gegen Faschismus und Rechtsextremismus – so, wie es die bayerische Jugendarbeit seit ihrer Gründung praktiziert.
- Der BJR bekräftigt die zentrale Bedeutung einer kritischen, unabhängigen und aktiven Zivilgesellschaft für eine lebendige Demokratie.
- Der BJR hält Kritik an politischen Positionen und Programmen für einen notwendigen Bestandteil des demokratischen Diskurses, die von allen politischen Akteuren akzeptiert werden müssen.
- Der BJR stellt klar: Gemeinnütziges Engagement schließt die Mitwirkung an politischer Willensbildung ein. Wenn sich NGOs politisch für die Verbesserung der Rahmenbedingungen ihrer gemeinnützigen Zwecke einsetzen, darf das nicht zur Aberkennung ihrer Gemeinnützigkeit nach § 52 Abgabenordnung führen.
- Der BJR lehnt Einschränkungen des Rechts von Nichtregierungsorganisationen ab, sich an Demonstrationen zu beteiligen oder ihre Meinung öffentlich zu äußern.
- Der BJR fordert politische Parteien und staatliche Stellen dazu auf, die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen zu respektieren, zu unterstützen und ihre Unabhängigkeit zu sichern.
- Der BJR verurteilt es, wenn demokratische Parteien Mehrheiten mit der AfD in Kauf nehmen – auf allen politischen Ebenen.
- Der BJR appelliert an die demokratischen Parteien im Bayerischen Landtag, sich klar und dauerhaft von der AfD abzugrenzen und jede Form der Zusammenarbeit auszuschließen.
- Der BJR verurteilt die Wirkung der in der „Kleinen Anfrage“ der Unionsparteien (Drucksache 20/15035) enthaltenen pauschalen Diskreditierung zivilgesellschaftlicher Organisationen entschieden.