22.07.2010
Bayerischer Jugendring tritt Klima-Allianz der Staatsregierung bei

Der Bayerische Jugendring (BJR) ist am Donnerstag Nachmittag der Klima-Allianz der Bayerischen Staatsregierung beigetreten. „Mit dem BJR und seinen Mitgliedsverbänden konnten wir wichtige Partner bei der Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen gewinnen“, freute sich Umweltminister Dr. Markus Söder: „Die Jugendarbeit erreicht Kinder und Jugendliche direkt, und genau darauf kommt es uns bei der Umweltbildung an.“ BJR-Präsidentin Martina Kobriger wies auf die umfangreichen Verhandlungen im Vorfeld hin: „Wir haben uns den Beitritt nicht leicht gemacht. Dafür hat jetzt das Ergebnis Biss und kann sich bundesweit sehen lassen.“
Die Klima-Allianz-Vereinbarung zwischen Jugendring und Staatsregierung sieht vor, dass die Jugendarbeit zahlreiche Maßnahmen zum Klimaschutz umsetzt. So sollen nicht nur Bildungsveranstaltungen durchgeführt werden, sondern auch regionale Einkaufsgemeinschaften für Jugendbildungsstätten gegründet, Einrichtungen der Jugendarbeit energetisch saniert und junge Menschen für die Nutzung von Bus und Bahn sensibilisiert werden.
Für die Dauer von drei Jahren richtet der Bayerische Jugendring in Kooperation mit dem Umweltministerium das Fachprogramm „Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit“ ein. Hier sollen innovative Leuchtturmprojekte gefördert werden, damit sich sowohl Kinder und Jugendliche als auch ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter/-innen stärker mit dem Thema Klimaschutz beschäftigen. Besonders unterstützt werden Projekte, in denen Jugendliche selbst ihre Ideen zum Klimaschutz verwirklichen können. Der BJR wird die Projekte pädagogisch und inhaltlich begleiten und die Ergebnisse allen Interessierten zur Verfügung stellen.
Pressemitteilung: 10-2010 Beitritt BJR zum Klimabündnis.pdf
13.07.2010
Kinderrechte müssen jetzt auch in Bayern gelten
Der 136. Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings (BJR),
das höchste Beschluss fassende Gremium der Jugendarbeit im
Freistaat, hatte im März diesen Jahres die Bundesregierung
aufgefordert, die UN-Kinderrechtskonvention umfassender
anzuerkennen. In einer Vorbehaltserklärung war u.a.
formuliert, dass die Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention
nicht in das deutsche Ausländerrecht eingreifen
dürfen.
Dies bedeutete z.B., dass bereits 16-Jährige juristisch als
Volljährige im Asylverfahren behandelt wurden. Am Donnerstag,
15.07.2010 übergab die Bundesregierung nun den Vereinten
Nationen das Rücknahmeschreiben für die seit 18 Jahren
bestehenden Vorbehalte. Seither gilt die UN-Kinderrechtskonvention
nun uneingeschränkt für alle Kinder in Deutschland.
BJR-Präsidentin Martina Kobriger begrüßte diesen
Schritt und sieht nun die Bayerische Staatsregierung in der
Pflicht, das Ausländerrecht zu verändern: „Dem
Bayerischen Jugendring ist es ein Anliegen, die Situation aller
Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Auch im Rahmen von
Asylverfahren müssen junge Menschen Zugang zu Angeboten der
Kinder- und Jugendhilfe haben“, so Kobriger. Außerdem
fordert der Bayerische Jugendring, Kinder und Jugendliche nicht
mehr in Abschiebehaft zu nehmen, sondern in geeigneten
Einrichtungen der Jugendhilfe unterzubringen.
Pressemitteilung "Kinderrechte müssen jetzt auch in Bayern
gelten"
13.07.2010
Start der Aktion "Filmkoffer 2010" für die
Ferienzeit
Unser
Partner die Landesmediendienste Bayern bieten ab sofort 10 Filme
für die Kinder- und Jugendarbeit, für die Eltern- und
Erwachsenenbildung an. Die Aktion "Filmkoffer 2010" gilt ab sofort
bis Ferienende.
Wer ihn im letzten Jahr schon einmal gehabt hat, weiß: der
Filmkoffer ist ein echtes Muss für alle Freizeitangebote in
den Kinder- und Jugendeinrichtungen - und natürlich auch
für die Erwachsenenbildung. Gemeinsames Filmeanschauen und
Erleben macht einfach viel mehr Spaß, auch weil man danach
noch über seine Lieblingsstars, über berührende,
schockierende oder besonders spannende Filmszenen mit den anderen
reden kann. Bestellt werden können die Filmkoffer mit dem
beigefügten Bestellblatt (PDF). Dabei können Sie entweder
selbst eine Auswahl nach Titeln und Themen treffen oder Sie
überlassen alles uns und fordern den Überraschungskoffer
an.
Filmkoffer-Bestellungen nehmen die Landesmediendienste entgegen.
Der untenstehende Flyer mit Kontaktdaten dient dabei als
Bestellformular.
Flyer zum
Filmkoffer
12.05.2010
Informationen zum neuen erweiterten
Führungszeugnis
Seit dem 1.Mai 2010 ist eine Neuregelung des
Bundeszentralregistergesetz
(BZRG) in Kraft getreten. Da hierzu mittlerweile viele offene
Fragen und sogar
Falschmeldungen in der Presse kursieren, stellen wir einige
Hintergrundinformationen
zu dieser Regelung deren rechtlichen Kontext bereit:
Information
erweitertes FZ.pdf
19.03.2010
136. Hauptausschuss: Fortschreibung des Jugendprogramms durch
die Staatsregierung gefordert
Vom 18. bis 20. März 2010 tagte der 136. Hauptausschuss des
Bayerischen Jugendrings in der Jugendbildungsstätte Windberg
in Niederbayern. Der Hauptausschuss ist das höchste Beschluss
fassende Gremium der Jugendarbeit in Bayern.

Eines der wichtigsten Themen beim 136. BJR-Hauptausschuss war die
Fortschreibung des Jugendprogamms der Bayerischen
Staatsregierung. In diesem Papier werden die aktuellen und
zukünftigen Aufgaben der Jugendarbeit fachlich beschrieben;
Finanzmittel und Personalressourcen leiten sich daraus ab. Bei dem
Tagesordnungspunkt nutzte auch der Staatssekretär im
Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Dr.
Marcel Huber die Gelegenheit für eine
Stellungnahme.
Die aktuelle Pressemitteilung finden Sie hier: 04-2010 Neues
Jugendprogramm.pdf

Am Freitag Abend wurde zum dritten Mal der
Integrationspreis des Bayerischen Jugendrings
verliehen. Preisträger sind in diesem Jahr das Jugendrotkreuz
Aichach-Friedberg, das "Haus International" in Landshut sowie das
Multikulturelle Jugendzentrum im Münchner Westend. Dieser und
weitere Beschlüsse des BJR passen in den Rahmen des
Europäischen Jahrs 2010 zur Bekämpfung von
Armut und sozialer Ausgrenzung.
Die aktuelle Pressemitteilung finden Sie hier: 03-2010
Integrationspreis.pdf

Gemeinsam mit dem DKSB fordert der Bayerische Jugendring
die Bundesregierung zur konsequenten Umsetzung der
UN-Kinderrechtskonvention auf. Noch immer gibt sogenannte
Vorbehaltserklärungen, die u.a. dazu führen, dass
minderjährige Flüchtlinge wie Erwachsene behandelt
werden.
Die aktuelle Pressemitteilung finden Sie hier:
05-2010 Konsequente Umsetzung der
UN-Kinderrechtskonvention.pdf
Weitere Informationen zu den Beschlüssen des 136.
Hauptausschusses finden Sie im Lauf der nächsten Woche an
dieser Stelle.
17.03.2010
Sexuelle Gewalt | Schützende Strukturen in der Jugendarbeit
Über sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche - vor allem
in Schulen und kirchlichen Einrichtungen - wird zur Zeit viel
berichtet. Auch in der Kinder- und Jugendarbeit kommen
regelmäßig Fälle sexueller Gewalt ans Tageslicht.
Das Projekt PräTect - Prävention sexueller Gewalt in der
Kinder- und Jugendarbeit ist seit 2003 eine Einrichtung des
Bayerischen Jugendrings, um den sexuellen Mißbrauch in der
Kinder- und Jugendarbeit vorzubeugen oder zumindest so schwer wie
möglich zu machen. Im nachfolgenden Text erklärt die
PräTect-Projektmitarbeiterin Beate Steinbach, was die
Grundlagen der heutigen Präventionsarbeit sind:
Bei der massenhaften Aufdeckung von Fällen sexueller Gewalt in
Internaten und Schulen wird deutlich sichtbar, welche entscheidende
Rolle Organisationsstrukturen im Zusammenhang mit (Prävention)
sexueller Gewalt spielen. Inzwischen haben wir gesicherte
Erkenntnisse darüber, welche strukturellen Merkmale hier als
Schutz- bzw. als Risikofaktoren wirksam sind: So bieten nach
außen eher abgeschottete, geschlossene Organisationen, in
denen wenig Transparenz herrscht, die von einem großen
Machtgefälle, autoritären Leitungsstrukturen und starken
persönlichen Abhängigkeiten geprägt sind, weniger
Sicherheit. In ihnen bestehen kaum wirksame Kontrollen, was der
Verleugnung und Tabuisierung von Fehlverhalten Vorschub
leistet.
Dagegen bieten Organisationen mit transparenten Leitungsstrukturen,
funktionierenden Kontroll- und Beschwerdemöglichkeiten und
klaren Arbeitsanforderungen ein relativ großes Maß an
fachlicher und persönlicher Sicherheit. Ihnen fällt es
leichter, genau hinzuschauen, Fehlverhalten aufzudecken und ggf.
früher Grenzen zu ziehen.
Weil Täter/-innen fachliche Unklarheiten und strukturelle
Schwächen von Organisationen für ihre Zwecke ausnutzen,
dürfen sich Präventionsmaßnahmen nicht nur auf die
pädagogische Ebene (Stickwort „Kinder
stärken“) beziehen, sondern Organisationen müssen
strukturell wirksame und verankerte Schutzmaßnahmen
einführen, um das Risiko von Übergriffen in den eigenen
Reihen zu verringern.
Dieses Präventionskonzept verfolgt der Bayerische Jugendring
mit seinem Projekt
„PräTect - Prävention sexueller Gewalt in der Kinder- und Jugendarbeit" seit
vielen Jahren. Die Qualifizierungsreihe „Entwicklung
präventiver Strukturen in Organisa-tionen der
Jugendarbeit“ bietet dazu ein spezifisches Handlungskonzept.
In dessen Zentrum stehen Organisationen, ihre Strukturen,
Abläufe und Entscheidungskriterien. Sie sollen dahingehend
verbessert werden, das Risiko von Übergriffen in der Kinder-
und Jugendarbeit zu verringern und so gezielt zum Kinderschutz
beizutragen.
Der Bayerische Jugendring beschäftigt sich seit den 1990er
Jahren intensiv mit dem Thema und hat seit 2003 mit dem Projekt
PräTect auch eine Fachberatungsstelle auf Landesebene
eingerichtet.
Weitere Informationen enthält die BJR-Pressemitteilung
02-2010 "Keine Täter in den eigenen Reihen: Jugendarbeit gegen
sexuelle Gewalt".
Link zur Projekt-Webseite: www.praetect.de
09.02.2010
BJR unterstützt Q11 Schüler/-innen-Proteste

Der Bayerische Jugendring (BJR) unterstützt die Proteste
der Schülerinnen und Schüler, die am kommenden Freitag in
verschiedenen Städten Bayerns für Verbesserungen an der
G8-Schulreform auf die Straße gehen. „Wir teilen die
Sorge anlässlich der großen zeitlichen Belastungen, die
jungen Menschen durch das G8 auferlegt werden. Wer bis spät
nachmittags in der Schule sitzt und dann noch Hausaufgaben
bearbeiten muss, kann in der verbleibenden Zeit kaum noch anderen
Aktivitäten nachgehen. Ehrenamtliches Engagement, z.B. in der
Jugendarbeit, Lernen außerhalb des schulischen Curriculums
oder selbstbestimmte Gestaltung der Freizeit sind unter solchen
Rahmenbedingungen praktisch unmöglich. Dabei sind auch sie
wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung junger
Menschen“, kritisiert BJR-Präsidentin Martina Kobriger.
„Wir tragen die Forderungen der Schülerschaft nach
Verbesserungen am System G8 mit. Die Schule ist für die
Schüler und Schülerinnen da – und nicht
umgekehrt.“
Ausreichend Zeit für selbstbestimmtes Aufwachsen
In der „Gautinger Erklärung“ vom vergangenen
Oktober fordert der BJR die Staatsregierung auf, durch schul- und
hochschulpolitische Maßnahmen dafür zu sorgen, dass
junge Menschen über ausreichend Freizeit verfügen.
Bereits in einem Beschluss vom März 2008 heißt es:
„Eine Schule, die nur noch Lebensraum und -zeit von Kindern
und Jugendlichen mit Leistungsdruck und Konkurrenz besetzt, lehnen
wir ab. Schulen sollen Lern- und Lebensorte sein (…),
außerschulische Lernorte und Freizeitaktivitäten
einbeziehen.“ Der BJR fordert außerdem im Besonderen
für die Schülerinnen und Schüler an Ganztagsschulen
ein Unterrichtsende um spätestens 16.00 Uhr, die Abschaffung
von Hausaufgaben und eine Entschlackung der Lehrpläne.
Link zur Protestwebseite: Q11 - Bildungsstreik
30.11.2009
Jugendarbeit an der Seite von Studierenden und
Schüler/-innen
Der Bayerische
Jugendring stellt sich an die Seite der protestierenden
Studierenden sowie der Schüler/-innen. Seit 2005 fordert der
BJR die Abschaffung der Studienbeiträge und hat zahlreiche
sehr ähnliche und ergänzende Positionen zum
Bildungssystem beschlossen: der BJR fordert u.a. die
Demokratisierung von Schule sowie die Stärkung der
Schülermitverantwortung (SMV) und unterstützt in diesem
Zusammenhang auch die Forderung nach einer Demokratisierung des
Hochschulsystems durch die Stärkung der Mitspracherechte aller
Beteiligten im Bildungssystem.
Darüber hinaus positionierte sich der BJR-Hauptausschuss im
Oktober 2009 gegen die zunehmende Verschulung des Hochschulsystems.
Die „Gautinger
Erklärung“ fordert die bayerische Staatsregierung
auf, alle notwendigen schul- und hochschulpolitischen
Maßnahmen zu ergreifen, damit Jugendliche und junge
Erwachsene weiterhin über ausreichend freie Zeit
verfügen, um sich neben ihrer Ausbildung gesellschaftlich
engagieren zu können.
Auch die zeitliche Belastung von Schülerinnen und
Schülern hat sich erhöht, etwa durch das G8 oder durch
den Ausbau der Ganztagsschule. Anforderungen an Unterrichts- und
Prüfungsvorbereitung haben zugenommen, Jugendliche haben immer
weniger Zeit, ein kontinuierliches Ehrenamt etwa als
Jugendleiter/-innen oder Verbandsvorsitzende auszuüben. Der
BJR fordert daher u.a.: die Entschlackung der Lehrpläne, einen
unterrichtsfreien Nachmittag pro Woche und ein Unterrichtsende um
spätestens 16 Uhr sowie die Abschaffung von Hausaufgaben an
Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht über die
siebte Schulstunde hinaus.
Weitere Links:
unsereunibrennt.de
(Deutschland)
unsereuni (Österreich)
Google-Map mit besetzten Unis
28.09.2009
135. BJR-Hauptausschuss in Gauting
Vom 16. bis 18. Oktober findet der 135. Hauptausschuss des
Bayerischen Jugendrings im Institut für Jugendarbeit Gauting
statt. Der BJR-Hauptausschuss ist das höchste Beschluss
fassende Gremium der Jugendarbeit in
Bayern.
Wahl der Präsidentin. Am Abend des
16. Oktober wurde Martina Kobriger in ihrem Amt als
Präsidentin des Bayerischen Jugendrings bestätigt. Damit
tritt die 42-jährige Politologin ihre fünfte und damit
automatisch letzte Amtszeit an. (siehe Pressemitteilung 21)

Besuch von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Am
Samstag war der Fachminister zum ersten Mal Gast des
Hauptausschusses. Neben einer jugendpolitischen Grundsatzrede gab
es viel Zeit für Gedankenaustausch (siehe Pressemitteilung 22)
Anregungen zur Ausgestaltung von Schule und Hochschule finden sich
in der Gautinger Erklärung wieder,
die den Fokus auf Vereinbarkeit von Ehrenamt und Ausbildung legt
(siehe Pressemitteilung 23). Außerdem wurden Forderungen zu
den Richtlinien für offene
Ganztagsschule beschlossen (siehe Pressemitteilung
24).
Pressemitteilungen:
21-2009 BJR-Hauptausschuss_Wahl Präsidentin.pdf
22-2009 BJR-Hauptausschuss_Kultusminister Spaenle.pdf
23-2009 BJR-Hauptausschuss_Gautinger Erklärung.pdf
24-2009 BJR-Hauptausschuss_Richtlinien offene
Ganztagsschule.pdf
Beschlüsse:
Zu den
Beschlüssen
Weitere Links:
Satzung
18.09.2009
Die Jugend in Bayern hat gewählt
U18 ist abgeschlossen: Mehr als 20.000 Jugendliche haben in den
141 bayerischen Wahllokalen ihre Stimme
bei der größten Bundestagswahlsimulation aller Zeiten
abgegeben.
Presse- und Hintergrundinformationen aus Bayern finden sich auf der
bayerischen U18-Seite: http://www.u18.org/27.0.html
Aktuelle Informationen zur Aktion gibt es auf der U18-Webseite:
www.u18.org








