Eine junge Frau und zwei junge Männer, einer mit Prothese, blicken gemeinsam auf ein Handy.

SelbstVerständlich Inklusion

Der Bayerische Jugendring (BJR) setzt sich verstärkt mit dem Thema "Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit" auseinander, d.h. mit der Lebenssituation von jungen Menschen mit Behinderung und jungen Menschen, die von Behinderung bedroht sind. Mit dem von der Aktion Mensch geförderten Projekt „SelbstVerständlich Inklusion“ soll die Teilhabe von jungen Menschen mit Behinderung in der Jugendarbeit selbstverständlicher werden. Ziel ist es die Strukturen der Jugendarbeit zu öffnen, Begegnungen von Jugendlichen mit und ohne Behinderung zu schaffen und Angebote für alle zugänglich zu machen.

Im Zeitraum von Sommer 2017- Herbst 2019 können sich hierzu alle Akteure aus der Kinder, Jugendarbeit- und Behindertenarbeit am Projekt beteiligen und Unterstützung in der inklusiven Durchführung erfahren.

Folgende Inhalte hat sich „SelbstVerständlich Inklusion“ zum Ziel gemacht:

Begegnung:

Der BJR will Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammenbringen. Dazu sucht er Jugendorganisationen, die an der Realisation folgender – vom BJR bezuschusster ‑ Aktivitäten interessiert sind.

  • Freizeiten/Outdooraktivitäten
  • Durchführung eines inklusiven Straßenfestes
  • Zirkusfest
  • Kochnachmittage
  • Bayernweites Sportfest
 Kooperationspartner/-innen vernetzen:

Der BJR sucht Träger der Jugendarbeit und Akteure/-innen aus der Behindertenhilfe für einen regelmäßigen Austausch und gewinnbringende Kooperationen. Insgesamt besteht die Möglichkeit 12 lokale Netzwerke in Bayern zu Gründen und diese beratend und finanziell und beratend zu unterstützen.

Fürs Thema Inklusion sensibilisieren:

Der BJR sucht Jugendliche, die Lust am Produzieren eines Films haben, der zur Sensibilisierung eingesetzt werden kann und auch bei anderen Trägern die Lust am Thema Inklusion wecken soll.Die inklusive Band des Jugendkulturhauses Route 66 besucht Euch in Jugendringen und interessierten Jugendhäusern, um ihre Arbeit zu präsentieren und über die Chancen einer inklusiven Jugendarbeit ins Gespräch zu kommen.

 Jugendarbeit öffnen:

Der BJR sucht fünf Jugendgruppen, die Lust haben, ihre Jugendarbeit vor Ort für Menschen mit Behinderung zu öffnen und ihre Gruppenstunden, Gremiensitzungen und Aktionen bewusst gemeinsam mit jungen Menschen mit Behinderung zu planen und durchzuführen.

Wissensvermittlung:

Bestehende Informationen zur JuleiCa sollen mit Inhalten der Teilhabe von Jugendlichen mit Behinderung ergänzt werden. Zum Beispiel die Vermittlung von Regeln der leichten Sprache, im Umgang mit Beeinträchtigung und Hilfsmitteln.

Wissenschaftliche Begleitung:

Die Hochschule Landshut entwickelt ein Evaluationsdesign und führt dieses durch. Die Ergebnisse sollen als Argumentationshilfe für die programmatische Weiterentwicklung des Themas in der Jugendarbeit und deren politischer Forderungen dienen.

Dieses Projekt wird aus Mitteln der Aktion Mensch finanziert.