Zwei Mädchen sitzen auf der Couch und schauen sich U18-Infomaterial an.

Best Practice: Demografie und Partizipation

Beispielprojekte aus der Förderung, Beteiligung, Partizipation und Demografie beim Bayerischen Jugendring

Im Folgenden ist kleine Auswahl an Projekten zusammengestellt, die im Fachprogramm Demografie und Partizipation gefördert wurden: Wirf einen Blick hinein und lass Dich inspirieren! Alle Unterlagen zur Antragsstellung sind hier zu finden sowie weitere Informationen zum Fachprogramm hier

Inklusive Dir!

Tanzende Menschen beim Aktionstag "Inklusive Dir!"
Aktionstag2023(c) KJR Ostallgäu

Inklusive Dir!

Träger: Kreisjugendring OAL in Kooperation mit der Offenen Behindertenarbeit KF-OAL

Projektleitung: Anna Heiland, Claudia Wintergerst, Ricarda Klinger

Dauer: 17. - 24. Juni 2023

Zielgruppe: Junge Menschen mit und ohne Behinderung

Format: Aktionswoche und Aktionstag mit vielfältigen Angeboten

Projektbeschreibung: Die Aktionswoche fand mit dezentralen Angeboten im gesamten Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren vom 17.-23. Juni statt. Durch die extra angelegte Homepage www.inklusivedir.de und das eigens designte Programmheft sowie Bannern und Plakaten sollten möglichst viele junge Menschen mit und ohne Behinderung angesprochen werden.

Neben den vielen Aktionen, die detailliert unter https://www.inklusivedir.de/aktionen anzusehen sind, gab es am Aktionstag am 24.Juni ein buntes Bühnenprogramm, leckeres Essen und Getränke. Bei der Aktionstag Rallye konnten Kinder und Jugendliche an verschiedenen Mitmachständen ihr Können zeigen. Am Abend traten zwei Rapper der Wertachtalwerkstätte und eine Band auf. Anschließend hat ein DJ Musik aufgelegt. Die Musik kam bei den Besucher*innen, besonders bei einer Jugendgruppe mit geistigen Beeinträchtigungen, sehr gut an. Bereits bei der Vorbereitung wurde die Zielgruppe aktiv einbezogen.

Ziele:  Auch wenn Inklusion in aller Munde ist, schaut die Realität doch anders aus. Wie barrierefrei sind die Kommunen vor Ort? Können Menschen mit Behinderung an den dargebotenen Angeboten auch wirklich teilnehmen? Was muss man tun, damit die Barrierefreiheit in der Jugendarbeit / im Ostallgäu verankert wird? Welche Hilfestellungen benötigen die Organisator*innen von Angeboten? Wie kann die Offene Behindertenarbeit oder der Kreisjugendring dabei unterstützen? Wie können junge Menschen ohne Behinderung und junge Menschen mit Behinderung zueinander finden und gleichberechtigt an Angeboten teilnehmen? Diese Fragen konnten im Rahmen des Projektes beantwortet werden. Die Aktionswoche und der Aktionstag finden nun gemeinsam alle zwei Jahre statt.

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Ein tolles Förderprogramm – es lohnt sich! Durch die finanzielle Unterstützung konnte die Aktionswoche und der Aktionstag 2023 durchgeführt werden und war ein voller Erfolg.

Eine inklusive Jugendarbeit für junge Menschen mit und ohne Behinderung zu schaffen, ist das gemeinsame Ziel des Kreisjugendrings und der Offenen Behindertenarbeit. Die Aktionswoche entstand während der Corona Pandemie und wurde 2023 erstmalig mit dem 2023 zum 20. Mal durchgeführten Aktionstag verbunden. Ein breit gefächertes, über den Landkreis verteiltes Angebot soll Interessierte zum Mitmachen motivieren und junge Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen. KJR Ostallgäu

 

Links: www.inklusivedir.de

Songcontest „your-voice-your-choice“ mit Rooftop-Festival

Eindruck auf die Bühne des Song Contests
© LAR Bad Tölz-Wolfratshausen/Verena Peck

Träger: KJR Bad Tölz-Wolfratshausen und Kommunale Jugendpflege

Projektleitung: Sandra Kresta und Verena Peck

Dauer: 23.09.2023 (01.01.2023 – 15.12.2023)

Zielgruppe: 10 bis 27

Format: Songcontest

Projektbeschreibung:

Im Vorfeld des Song-Wettbewerbs wurde bereits seit Anfang Juni 2023 für das Projekt geworben und zur Teilnahme animiert. Die Homepage des Kreisjugendrings Bad Tölz-Wolfratshausen stellte die Landing-Page des Projekts dar. Sämtliche eigens für diesen Bewerb erstellten Social-Media-Kanäle (Instagram, Tiktok, Facebook) leiteten Interessierte auf diese Seite. Dort waren alle Teilnahmebedingungen und Fakten zum Wettbewerb ausführlich beschrieben (www.kjr-toel.de/yourvoiceyourchoice). Bis zum 1. August 2023 konnten sich interessierte junge Menschen zum Contest anmelden. Am 20. August war Deadline für die Einreichung eins provisorisches Demotapes, sowie dem Text. Der Song musste komplett selbst komponiert sein und sich inhaltlich mit dem Thema Demokratie befassen und/oder zum Wählengehen auffordern. Außerdem durfte der Text weder diskriminierend noch parteipolitisch motiviert sein. Damit der Text für die Zuhörer*innen verständlich ist, musste Deutsch oder Englisch als Grundsprache gewählt werden. Einzelne Nebenteile durften auch in einer anderen Sprache gewählt werden. Die eingereichten Lieder wurden dann von den Jugendlichen auf dem geplanten Rooftop-Festival am 23. September 2023 live auf dem obersten Parkdeck eines Möbelhauses im Wolfratshauser Gewerbegebiet performt.

8 Songs konnten an diesem Abend von ca. 20 Künstler*innen live dargeboten werden. (3 Gruppen und 5 Einzelperformer*innen). Der Text der Songs lief während der Präsentation rechts und links von der Bühne auf großen Leinwänden mit. Das anwesende Publikum (650 Besucher*innen) wählte per Handy-App die 3 Gewinner-Songs. Der Hauptpreis lag bei 3.000 Euro, zweiter und dritter Preis lagen bei 2.000 bzw. bei 1.000 Euro. Außerdem war eine Jury anwesend (Erwachsene bekannte Personen aus dem Musikbusiness), die noch weitere 3 Nebenpreise á 300 Euro (bester Text, beste musikalische Leistung, beste Performance) vergaben. Zum Festival waren auch die Direktkandidierenden des Stimmkreises für die Landtagswahl und der Präsident des Bayerischen Jugendrings eingeladen, die dort vor Ort den Fragen und Anliegen der jungen Leute Rede und Antwort standen. Sämtliche Preisgelder wurden über private oder gewerbliche Spenden akquiriert. Die Texte wurden für die Besucher*innen in einem Song Booklet zusammgefasst und auf dem Festival ausgegeben – Demokratie zum Weitertragen.

Die selbstgeschriebenen Songs der Jugendlichen über Demokratie sind inklusive der Texte ab Mitte/Ende Januar 2024 auf dem YouTube-Kanal des Kreisjugendrings öffentlich zugänglich. Hört doch mal rein.

Ziele:

  • Auseinandersetzung junger Menschen mit dem Thema Demokratie und Verantwortungsübernahme.
  • Aufforderung zur Meinungsbildung und Stimmabgabe.
  • Aktive Beteiligung an der Entscheidung über die Gewinner*innen.
  • Musikalische Förderung und Begleitung junger Menschen und Ermöglichung von Bühnenerfahrung, Persönlichkeitsentwicklung, Kreativität, Selbstvertrauen, Präsenz, Ausstrahlung und Konzentration.

 

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

„Wir mussten von Anfang an finanziell mit hohem Risiko kalkulieren. Die Spender*innen und die jeweilige Spendenhöhe für die Gewinn-Preise wurden erst im Laufe der Planungen ersichtlich. Zeitgleich musste die Aktion aber schon beworben werden. Die endgültige Zuschuss-Zusage vom BJR konnte erst NACH dem Festival gegeben werden, da das Entscheidungs-Gremium nicht so häufig tagt und wir mit unserem Antrag nicht früher dran sein konnten. Das Wetter war für unser Roof-Top-Festival ein entscheidender Faktor - von der Wetterlage hing die Buchungsart der Technik und der Bühne ab und natürlich auch die Anzahl der Besucher*innen. Die Kalkulation der zu erwartenden Gäste war nicht nur aus diesem Grund sehr schwierig. (Essen, Trinken, Security etc.). Wir würden allen raten, mit so einem Projekt, sehr frühzeitig in die Planung und Kalkulation der Finanzierung zu starten und Mut mitzubringen." (Verena Peck)

Quote: 

Wir haben mit diesem Projekt eine weitreichende Sensibilisierung der jungen Menschen des Landkreises für das Thema Demokratie erreicht. In einem jugendgerechten Format wurde die Auseinandersetzung mit unserem politischen Wahlsystem gefördert. Junge Menschen lernten durch diese Aktion, warum es wichtig ist, wählen zu gehen. Für viele der anwesenden Jugendlichen war dies die erste „richtige“ Wahlerfahrung in ihrem Leben überhaupt, bei welcher sie über den Verbleib der Preisgelder mitentscheiden konnten. Diese positiven Erfahrungen setzen einen wichtigen und bleibenden Eindruck für alle weiteren Entscheidungsprozesse im Leben der jungen Menschen. Sandra Kresta

 

„Demokratie über den Dächern der Stadt“

Fernsehbeitrag des Bayerischen Fernsehen: Songs für die Demokratie

Alle Songs auf youtube

Future Friday Night - Partizipationsworkshop für Jugendliche

Junge Besucher:innen der Friday Future Night
© Stadt Geretsried

Träger: Stadt Geretsried

Projektleitung: Jugendrat Geretsried & Stadtjugendpflege Julia Brandner

Dauer: 23.05.2022 – 28.02.2023

Zielgruppe: Jugendliche von 14 – 18 Jahren 

Format: Friday Future Night – Workshopangebote, Infostände und Festabend

Projektbeschreibung:

Zur Friday Future Night wurde auf den zentralen Stadtplatz eingeladen: An Infoständen, sortiert nach verschiedenen Bereichen wie z. B. „Sport“, „Freizeit“ oder „Jugendrat“ fanden Partizipationsworkshops statt, die, methodisch unterschiedlich aufgestellt, die Stimmen, Wünsche, Anliegen und Bedarfe der jungen Bürger:innen einholten und diskutierten.  Am Abend folgte ein informeller Teil mit DJs und BMX-Show.

Ziele:

Das Kernziel der Veranstaltung stellte die partizipative Einbindung der Geretsrieder Jugendlichen in Stadtentwicklungsmaßnahmen dar. Ansprechende kulturelle, sportliche, partizipative und jugendpolitische Aktionen sind wichtige Standortfaktoren, die für ein Leben in der Stadt sprechen. Bedürfnisse sowie Wünsche der Jugend sollen gehört und auch umgesetzt werden. Die Jugendlichen sollen nicht nur mitentscheiden, sondern sich aktiv in den Veränderungs- bzw. Optimierungsprozess einbringen. Der Jugendrat zeigt auf, in welcher Weise dies möglich ist, da er sich für eine Partizipationsveranstaltung ausgesprochen hat und engagiert Planungs- sowie Durchführungsarbeiten übernahm. Durch Sicht- und Erlebbarkeit können neue Kandidat*innen gewonnen werden und somit Partizipation der Jugend fortgeschrieben werden. Die Diversität der Ergebnisse in allen vier Bereichen zeigt den Erfolg der Veranstaltung auf. Auch ist den Jugendlichen klar, dass nicht alle Wünsche umgesetzt werden können. Trotzdem war es ihnen wichtig, ihre Bedürfnisse aufzuschreiben und durch Gespräche Kompromisse oder gar einen Konsens zu finden.

Nebenziel war die Kulturförderung der Jugend durch einen musikalischen DJ-Auftritt. Auch sollte ein soziales Zusammenkommen ermöglicht werden. Die Pandemie hat einschneidende Konsequenzen für die Sozialentwicklung, sowie die sozialen Kontakte unserer Jugend mit sich gebracht. Deshalb sollte es an den verschiedenen Stationen der Veranstaltung möglich sein, neue Jugendliche mit gleichen Interessen kennenzulernen und Freundschaften aufzubauen. Bei allen Zielen galt es, die Prinzipien der Jugendarbeit zu berücksichtigen. Der Partizipationsworkshop war offen, freiwillig, partizipativ, lebensweltorientiert und durch die Jugendlichen selbstbestimmt durchgeführt.

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

In der Vorbereitungsphase war besonders die Motivation aller Jugendrät*innen sowie die Planungsverantwortung herausfordernd. Einige Jugendliche des Gremiums beteiligten sich aktiv und selbstständig am Projekt. Andere mussten stets motiviert und an Aufgaben erinnert werden. Durch die Komplexität der Veranstaltungsorganisation war es nötig, die Planungsfortschritte zu kontrollieren und involviert zu sein. Im Nachgang gilt es zu sagen, dass die nächste Veranstaltung mehr Vorlaufzeit zur Planung benötigt und nicht so kurzfristig organisiert werden sollte. Auch muss die Bewerbung früher beginnen und effektiver betrieben werden. Die Show sowie die DJs stellten sich als positive Aspekte heraus, da sie zum Verweilen einluden.

Die eingesammelten Stimmen der Jugendlichen sind uns (Jugendrat) wichtig, denn sie zeigen uns den Weg zur zukünftigen Gestaltung Geretsrieds im Hinblick auf Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Es ist wichtig, gemeinsam und aktiv zusammenzuarbeiten, um den Jugendlichen zu zeigen, dass der Jugendrat sich für sie einsetzt. Ein häufig genanntes Bedürfnis war die Wiedereröffnung des Dirtparks. Der Jugendrat setzt sich nun anstelle der Wiedereröffnung für den Neubau eines Pumptracks ein. Isabell Schrills

Links: „Party machen für die Stadtentwicklung“

 

 

Adelsried wird jünger –Graffiti-Workshop an den Jugendcontainern

Besucher:innen des Jugenzentrums
(c) Jan Markus

Träger:  Kreisjugendring Augsburg-Land

Projektleitung:   Jan Markus – IMoKJA Holzwinkel & Altenmünster

Dauer: 01.06.2023-15.09.2023

Zielgruppe: Besucher:innen des Jugendzentrums

Format: Graffiti-Workshop

Projektbeschreibung: 

Dreiteiliger angeleiteter Graffiti-Workshop mit Jugendlichen an dem „Juze Adelsried“, zwei weißen Baucontainern, die als Jugendraum der Kommune genutzt werden.

Ziele:

Ziel des Workshops war die Jugendlichen bei der Aneignung des Sozialraumes Mehrzweckplatz zu unterstützen und durch die Partizipation der Jugend in der Gemeinde ein positives Licht im öffentlichen Raum auf die jungen Menschen zu werfen. Ferner sollte die farbige Gestaltung der Container den Jugendraum auch für andere Gemeindebürger und Jugendliche sichtbar und attraktiv werden lassen. Weiterhin sollte der Workshop Jugendliche ihre künstlerischen Fähigkeiten entwickeln lassen und sie dabei kreativ fordern. Schließlich sollte der Workshop auch als Team-Building Maßnahme dienen, in der die Jugendlichen der Container ein gemeinsames Projekt von der Idee bis zur Umsetzung zusammen durchführen und sich dabei gegenseitig unterstützen. In Zukunft kann sich aus dieser Kerngruppe ein Jugendbeteiligungsgremium in Adelsried entwickeln

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Hinderlich war der Anfahrtsweg für einige Jugendliche, die von außerhalb kamen und die Arbeitszeiten am Wochenende von 10:00-15:00 waren für einige Teilnehmer*innen nicht so ansprechend, so dass sich einige erst in späteren Stunden am Juze einfanden. Leider konnte aber mit beiden Künstlern kein anderer Zeitraum vereinbart werden.

 Mit den zahlreichen Teilnehmenden und der professionellen und gleichzeitig eigenverantwortlichen und kreativen Umsetzung schaffte sich die Jugend in Adelsried eine Grundlage für ihre eigenen Jugendgemeindestrukturen und einen eigenen einzigartigen Sozialraum in der ländlichen Region, der sich durch Wohlbefinden und Wiedererkennungswert auszeichnet.“ Jan Markus

Links:

https://www.instagram.com/juze_adelsried_/

https://www.gemeinde-adelsried.de/de/leben/vereine-organisationen/angebote-fuer-kinder-jugendliche-und-senioren/angebote-fuer-jugendliche

Supercool – Eine Musikreise

Ein Kind lernt Zeichensprache
Supercool_(c)_doyobe_e.V.

Träger: Doyobe e.V.

Projektleitung: Onur Bakis 

Dauer: 15.11.2019 - 01.03.2021

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche (Alter zwischen 6 und 17 Jahren)

Format: Musik- und Tanzvorstellungen

Projektbeschreibung:

In diesem Projekt wurden die Kinder und Jugendlichen in kleinere Gruppen eingeteilt, in denen sie dann ein Musikstück oder ein Tanzstück vorbereiten sollten. Eine Dolmetscherin hat einen Songtext in Gebärdensprache skizziert, bei dem alle Kinder mitmachen konnten. Dies wurde zum Schluss vor den Eltern und Besucher:innen aufgeführt. Außerdem wurden in Onlinesessions Musikinstrumente gebaut und Songs mit Musikvideo aufgenommen. Die Kinder hatten die Möglichkeit durch Spiele ihre Reaktionsschnelligkeit, ihre geistige Wachheit und vieles mehr herauszufinden und sich auszuprobieren.

Ziele:

  • Vorurteile gegenüber beeinträchtigten Kindern reduzieren
  • Berührungsängste zwischen Kindern minimalisieren
  • Alltagsbarrieren abbauen
  • Kennenlernen von neuen Musikrichtungen
  • Erlernen von Grundlagen des Beatboxens, Tanzens, Trommeln, Songwriting uwm.
  • Menschen für die Musik zu begeistern

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Viel Überzeugungskraft anwenden um die Betreuer:innen der Gehörlosenzentren zu überzeugen, Zeit am Anfang einplanen, da die Kinder sich erst einfinden müssen, Richtigen Zugang zu den gehörlosen Kindern und Jugendlichen wählen, Fokus auf Rhythmus legen, da viele Kinder keine Instrumente zuhause haben

https://www.doyobe.com/

"Es ist unglaublich, dass wir hier mit gehörlosen Kindern auch Musik machen"   SARA TOLSON

"Ich bin überwältig, aber auch überfordert von den begeisterten Eltern, jede/jeder davon sagt: Ihr seid ein junges Team und macht Musik mit Gehörlosen, Respekt an euch" ONUR BAKIS

"Warum nicht? Jeder darf ein Teil dazu beitragen, besonders wenn dabei auch die kleinen Künstler zum Zug kommen" TAYFUN ARABACIOGLU

Elefantenrunde. Der jugendpolitische Podcast des VCP Bayern

Treffen des politischer Pfadi-Podcast mit Arif Taşdelen,
Treffen mit Arif Taşdelen, Politischer Pfadi-Podcast (c) Phillip Fitzke

Träger: Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, LV Bayern

Projektleitung: Maximilian Randelshofer und Mattias Metz

Dauer: 15.03.2021 – 31.12.2021

Zielgruppe: junge Erwachsene (18 – 27 Jahre), Multiplikator:innen

Format: Podcast

Projektbeschreibung:

Hier ist ein Podcast für Erstwähler:innen entstanden, der kein umfangreiches Vorwissen voraussetzt. In 22 Podcastfolgen werden die wichtigsten Grundlagen über unser Wahlsystem, über die aktuelle Parteienlandschaft und Tipps und Tricks wie Erstwähler:innen sich einen fundierten Überblick für ihre Wahlentscheidung verschaffen können, vermittelt. Enthalten sind ebenfalls die Perspektive von jungen Erwachsenen als auch verbandsinterne Diskussionen. Zusätzlich entstanden zu einzelnen Folgen auch Begleitmaterial, mit dem Jugendleiter:innen in Gruppenstunden vertiefter auf diese Themen eingehen können. Neben den Gesprächen mit aktiven Politiker*innen waren auch Journalisten und der DBJR vertreten.

Ziele:

  • Interesse an Politik wecken: Entscheidungsprozesse aufzeigen, Inhalte niederschwellig und interessant aufarbeiten, mit Gästen neue Perspektiven schaffen
  • Vorurteile aufklären: Arbeitsweise der Bundestagsabgeordneten erklären, Transparenz und Kontaktmöglichkeiten aufzeigen
  • Politisch bilden: Verknüpfung zwischen Jugendarbeit und Politik herstellen. Hörer:innen sollen Politik und Wichtigkeit der Bundestagswahl besser verstehen, Gäste bringe ihr Wissen mit ein
  • Hörer:innen erhalten ein vertieftes Verständnis für Politik und gesellschaftliche Zusammenhänge sowie einen Einblick in politische Beteiligungsmöglichkeiten

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Viel Öffentlichkeitsarbeit betreiben, Audio-Nachbearbeitung beauftragen, professionelle Hilfe hinzuziehen, ausreichend Recherchezeit einplanen, nicht abschrecken lassen, klein anfangen, sich nicht zu sehr von Dritten abhängig machen (im Bezug auf Rückmeldungen)

https://vcp.de/pfadfinden/allgemein/podcast-elefantenrunde

 

Planet Veitsbronn

Logo des Projekts "Planet Veitsbronn"
Planet Veitsbronn (c) Gemeinde Veitsbronn

Träger: Gemeinde Veitsbronn

Projektleitung: Igor Ninic

Dauer: 26.01.2021 - 09.01.2022

Zielgruppe:

Format: Beteiligungskampagne

Projektbeschreibung:

Es gab verschiedene offline Formate in Form von einer Jugendbeteiligungstour, einem Kinder- und Jugendbeteiligungstag sowie Kummerkästen, die in der Gemeinde aufgestellt wurden. Für die Bewerbung der Aktionen wurden Flyer, Banner, Plakate, Flaggen, Aufkleber mit einem extra erstellten Logo und weiteren Infos gelayoutet. Außerdem wurden die Orte mit auffälliger Deko geschmückt und auffällige Alienkostüme organisiert. Die Kinder und Jugendlichen konnten an den verschiedenen Tagen in direkten Austausch auch mit dem Bürgermeister und dem Landrat gehen. Ihnen wurde die Möglichkeit gegeben, ihre Verbesserungsideen, ihre Wünsche, aber auch ihre Anmerkungen, was sie in ihrer Gemeinde erhalten möchten, zu äußern.

Ziele:

  • Kindern und Jugendlichen auf innovative Weise Beteiligung näherbringen und sie aktivieren
  • Identifikation mit dem eigenen Ort schaffen

 

https://www.planet-veitsbronn.de/

 

 

Poli-Tour, KJR Nürnberger Land

Jugendpolitische Forderung: Jugend braucht Freiräume
Poli-Tour (c) KJR Nürnberger Land

Poli-Tour – Aktion zur Kommunalwahl 2020: Landratskandidat:innen und Kreistagskandidat:innen unterwegs zur Jugendarbeit

Träger: KJR Nürnberger Land

Projektleitung: Melanie Voigt

Dauer: Durchführung an einem Tag (11.30 Uhr – 17.30 Uhr)

Zielgruppe: Jugendliche bis 18 Jahre sowie Landrats- und Kreistagskandidat:innen und Mitglieder des Jugendhilfeausschusses

Format: Landkreistour mit Kommunalpolitiker:innen

Projektbeschreibung:

Die Politiker:innen konnten sich für eine Bustour durch den Landkreis anmelden. Dabei wurden vier Stationen angefahren, an denen die örtliche Jugendarbeit vorgestellt wurde. Dabei wurde der Raum für Diskussionen, Ideen, Austausch und Feedback geöffnet. Gemeinsam mit den Jugendlichen wurden zuvor jugendpolitische Forderungen erarbeitet und formuliert. Jede Station wurde mit einer dieser Forderung nach „Räumen für die Jugendarbeit“ verknüpft. Diese waren in folgende Themenschwerpunkte gegliedert: Lern- und Erfahrungsräume, Kommunikationsräume, Freiräume und jugendpolitische Unterstützung. An jeder Station waren Jugendliche vor Ort, die die Politiker:innen empfangen haben, gemeinsam Kooperationspiele gespielt haben, in Gruppenarbeit eine Radiosendung gestalteten oder in Austausch gegangen sind.

Ziele:

  • Den Landrats- und Kreistagskandidat:innen soll veranschaulicht werden, wofür die Gelder aus Landkreismitteln der Jugendarbeit verwendet werden
  • Den Landrats- und Kreistagskandidat:innen soll bewusst gemacht werden, dass sie einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Gemeinwesens in den Kommunen vor Ort leisten können
  • Die Landrats- und Kreistagskandidat:innen können sich ein konkretes Bild über das Angebot der Jugendarbeit im Landkreis machen
  • Die Landrats- und Kreistagskandidat:innen gewinnen Einblick in verschiedene Jugendarbeitsprojekte, deren Zielsetzung und Wirkungsweise
  • Die Landrats- und Kreistagskandidat:innen kommen in Austausch mit Akteur:innen der Jugendarbeit
  • Die Landrats- und Kreistagskandidat:innen kommen in Austausch mit Jugendlichen
  • Die Landrats- und Kreistagskandidat:innen erfahren, was die örtliche Jugendarbeit an Ressourcen für die Erhaltung und Weiterentwicklung ihrer Angebote braucht

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Kurze Distanzen zwischen den Stationen wählen, Programm entzerren, da es viele Eindrücke für die Politiker:innen sind, Zusagen können spät kommen und daher gibt es erst spät Planungssicherheit, Wahlperiode wählen, in der die lokalen Amtsinhaber:innen eine weitere Wahlperiode kandidieren wollen, da sonst schwer Kontakte herzustellen sind

https://www.kjr-nuernberger-land.de/

„Die Poli-Tour ist beste Lobbyarbeit. Die Politiker*innen werden auf eine Begegnungstour mit der Jugendarbeit im besten und wahrsten Sinn des Wortes „mitgenommen“. Der touristische Ausflugs- und Besichtigungscharakter ist durchaus gewollt – lernen doch viele Politiker*innen erstmals reale Orte der Jugendarbeit im gemeinsamen Wirkungskreis kennen. Richtig interessant wird es dann, wenn die Politiker*innen in die jeweiligen Aktionen der Jugendarbeit vor Ort „charmant aber schonungsfrei“ integriert werden, in die zugedachten Rollen schlüpfen, Teil des Settings und damit selbst zu Akteur*innen der Jugendarbeit werden. Jugendarbeit, deren Ansätze und ihre Wirkweise wird für die Politiker*innen erfahrbar und spürbar. Das macht Spaß, geht unter die Haut und wirkt nachhaltig. Mit einem frischeren Verständnis für die Jugendarbeit, deren Anliegen, Auftrag und Bedarfen.“ Bruni Schmidt

 

Beweg was! Bei der U18-Wahl im Landkreis Fürth

Jugendliche nehmen an einer U-18-Wahl teil
Wahlkabinen (c) KJR Fürth

Träger: Kreisjugendring Fürth

Projektleitung: Claudia Elß

Dauer: 18.12.2019 - 21.12.2020

Zielgruppe: Jugendliche bis 18 Jahre

Format: U18-Wahl

Projektbeschreibung: Für die Bürgermeister*innenwahl hat der KJR Fürth eine U18-Wahl organisiert, bei der Jugendliche bis 18 Jahren ihre Stimme abgeben durften und sich mit politischen Themen auseinandersetzen konnten. Sie haben die Möglichkeit bekommen ihre politischen Themen mit in den Wahlkampf einzubringen. In Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen des Landkreises haben die Lehrer*innen Infomaterial erhalten um die Schüler*innen mit allen nötigen Informationen auszustatten. In den Schulen wurden Wahllokale errichtet, in denen die Jugendlichen in den Pausen ihre Stimme abgeben konnten.

Ziele:

  • Jugendliche werden bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Wahl informiert und unterstützt
  • Erleben und Durchspielen einer vereinfachten Wahl
  • Abfragen von Themen, Wünschen und Anliegenden der Jugendlichen
  • Auf die Anliegen der Jugendlichen bei Bürgermeister*innen, Jugendbeauftragten und in der Öffentlichkeit aufmerksam machen

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Mögliche Bedenken und ablehnende Haltung mancher Bürgermeister*innen mitbedenken und sich darauf vorbereiten, über Schulen erhält man eine große Reichweite, dennoch freiwilligen Charakter der Wahl beibehalten, Jugendliche beteiligen, Kooperationen mit Politiker*innen, im Vorfeld Landrat*in und Bürgermeister*innen informieren, Einbindung aller Landkreisgemeinden (Meinungsäußerungen, Wahlbeteiligung), bei Fragen und Anliegen an Mitarbeiter*innen des Fachprogramms Demografie und Partizipation wenden

https://www.kjr-fuerth.de/

#how2demokratie

Inhalte der Fake News Box
Fake News Box (c) KJR_Ostallgäu

Träger: Kreisjugendring Ostallgäu

Projektleitung: Anna Heiland

Dauer: 25.11.2020 - 28.02.2023

Zielgruppe: Jugendliche

Format: Themenkisten mit jugendgerechten Themen

Die Idee:

Wann lernst du eigentlich etwas über unsere Demokratie? Zahlen und Fakten gibt´s oft im Schulunterricht...& drüber hinaus?!

Unsere Idee sind jugendgerechte Themenkisten, die junge Menschen über Themen unserer Demokratie aufklären und informieren.

Mit Spielen, Videos oder anderen Methoden können die Teilnehmenden Demokratie hautnah erleben und sich eigene Meinungen zu den Themen: Wahlen, Deutschland während der NS-Zeit, Fakenews, Klimawandel, Alltagsrassismus oder Jugendbeteiligung bilden.

Wir sind der Meinung, junge Menschen sollen Demokratie in möglichst vielen Lebenswelten kennenlernen! Deshalb gehört zu #how2demokratie auch eine Projektwoche und die Lange Nacht der Demokratie.

Konzept:

Die Kisten sind für unterschiedliche Altersgruppen konzipiert und können nach Belieben in Gruppenstunden oder Unterrichtsstunden eingesetzt werden.  

Jede Kiste enthält eine Beschreibung für die Gruppenleitung, so kann die Kiste komplett selbstständig durchgeführt werden.

Alle Kisten haben eine Dauer zwischen 1,5 und 2,5 Std, je nach Gruppe.

Aktuelle Kisten (im Online- und Präsenzformat):

#deinewahl (Wahlen)

#how2remember   (NS-Zeit)

#fakeNEWS 

#klimakiste  (Klimawandel)

#nohate   (gegen Alltagsrassismus)

#jukon     (Jugendkonferenz)

https://www.kjr-ostallgaeu.de/-how2demokratie

Ziele:

  • Information und Aufklärung über demokratische Themen
  • Erleben von demokratischen Prozessen
  • Bildung über politische Themen

„Die Themen sind von und für junge Menschen aufgebaut. So wird das Interesse für unsere Demokratie geweckt und es entstehen interessante Diskussionen! “Anna Heiland, Sozialpädagogin B.A., Projektleitung #how2demokratie

 

RamPa Zamba - Trend-Sport Festival unter dem Motto: rollen, chillen, springen, feiern

Junge Menschen stehen an Verleihschalter des Radsportfestivals "RampaZamba" an
RamPaZamba (c) MatriX

Träger: Stadt Königsbrunn, MatriX, Jugendfreizeitstätte Königsbrunn

Projektleitung: Ralf Engelstätter

Dauer: 12.07.2019 - 20.07.2019

Zielgruppe: Jugendliche (6 bis 27 Jahre)

Format: Festival

Projektbeschreibung: Zusammen mit Jugendlichen wurde ein Festival für junge Menschen geplant. Dabei wurden in verschiedenen Gruppen Aufgaben bezüglich der Gastronomie, Dekoration, Technik, Veranstaltungsort, Einkäufe, Veranstaltungen, Gestaltung der Halle ect. gesammelt und organisiert. Innerhalb des Festivals gab es an verschiedenen Tagen kleinere Events, wie einen Familientag, verschiedene Contests, Asia Special Day, King of Dirt, Game of Skate, American Day, Rollschuhdisko und vieles mehr. Die Jugendlichen organisierten das gesamte Festival bereits im Vorfeld und wurden von den Mitarbeitenden lediglich begleitet und unterstützt.

Ziele:

  • Junge Menschen für Engagement in der Gestaltung ihrer unmittelbaren Lebenswelt zu begeistern
  • Junge Menschen mit Ehrenamt und partizipative Teilhabe am Gemeinwesen in Berührung bringen

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Ideen der jugendlichen aufnehmen, passendes Kurzkonzept im Team entwickeln, Genügend Zeit für Genehmigungen einplanen, Zusammenarbeit mit Sicherheitsdienst, BRK und Polizei und rechtzeitige Vorbesprechungen abhalten, Schulen rechtzeitig informieren bezüglich Werbung, geeigneten Zeitpunkt für das Festival finden (Notenschluss)

https://rampazamba.de/

LandjugendApp

Handybildschirm mit der LandjugendApp
LandJugendApp(c)BayerischeJungbauernschaft

Träger: Bayerische Jungbauernschaft

Projektleitung: Michael Kießling

Dauer:

Zielgruppe: jeder, der App haben möchte

Format: App

Projektbeschreibung:

In diesem Projekt wurde eine App für die Landjugend Bayern entwickelt. In dieser App kann man unter Anderem Termine einsehen, Benachrichtigungen erhalten und an Umfragen teilnehmen. Für die Geschäftsstelle sowie den Vorstand wurde ein Login-Bereich erstellt, in dem zusätzliche Berechtigungen eingestellt sind. So können diese PushNachrichten sowie Ausschreibungen und Umfragen erstellen und verschicken.

Ziele:

  • Vernetzung der Ortgruppen
  • Informationsfluss über Verbandsaktivitäten

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Jemand festlegen, der für die ständige Pflege zuständig ist, Erstellung eines Pflichtenheftes, im Verband abstimmen, da unterschiedliche Strukturen und Fokussierungen vorhanden sind und dies auch in der App eingebettet werden sollte

https://www.landjugend.bayern/downloads/verbandsinternes/landjugend-bayern-app-infos/

Hey Bürgermeister*in!

Logo des U-18-Wahlprojekts "Hey Bürgermeister:in"
Hey Bürgermeister*in (c) KJR Augsburg-Land

Träger: Kreisjugendring Augsburg-Land

Projektleitung: Lena-Maria Frank

Dauer: 01.12.2019 - 30.03.2020

Zielgruppe: Jugendliche (6-27 Jahre)

Format: Videokampagne, Infoabende

Projektbeschreibung: Anlässlich der Kommunalwahlen wurden verschiedene Schwerpunkte gelegt um die Jugendlichen an die Kommunalpolitik heranzuführen und auf das Thema „Wahlalterabsenkung“ aufmerksam zu machen. In Zusammenarbeit mit FSJler*innen und einem Moderations- und Filmteam wurde ein Video mit Jugendlichen gedreht, indem sie ihre Wünsche, Forderungen oder Statements zur Kommunalpolitik abgeben konnten. Zusätzlich wurde ein Infoabend zur Wahlalterabsenkung veranstaltet, bei dem sowohl ein Impulsvortrag als auch eine Podiumsdiskussion mit Kommunalpolitiker*innen beinhaltet waren.

Ziele:

  • Kennenlernen der Kandidat*innen zur Bürgermeisterwahl
  • Niedrigschwellige Auseinandersetzung mit Kommunalpolitik und demokratischen Prozessen
  • Stimme der Jugend wird gehört
  • Kommunalpolitiker*innen erhalten Einblick in die Lebenswelt und Interessenslagen der Jugendlichen
  • Jugendliche als Zielgruppe für zukünftige Beteiligungsmöglichkeiten
  • Kennenlernen des KJR als verlässlicher Partner der Jugendarbeit innerhalb der Kommune

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Häufiges Nachfragen bei Eltern/ Jugendlichen bezüglich des Datenschutzes, da oft die Zettel vergessen werden oder verloren gehen, FSJler*innen bzw. junge Menschen in das Projekt miteinbeziehen, die bereits eine Vertrauens- und Beziehungsebene zu den Jugendlichen aufgebaut haben

Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=lyZ0oqFZdX4

Jugendparlament als Beteiligungsform für Jugendliche und junge Menschen in der Stadt Memmingen

Gruppenfoto von Teilnehmende des Jugendparlaments in Memmingen
JuPaMemmingen (c) StadtMemmingen

Träger: Stadt Memmingen, Jugendamt

Projektleitung: Andreas Kerler

Dauer: 01.10.2020 – 12.09.2021

Zielgruppe: Jugendliche und junge Menschen (14 - 21 Jahre)

Format: Jugendparlament

Projektbeschreibung:

Das Jugendparlament wurde coronabedingt mit 9 Jugendparlamentarier:innen gegründet. Dabei wurden Vertreter:innen der Schulen in das Jugendparlament einbezogen. Sowohl der Oberbürgermeister als auch die Presse wurde miteinbezogen. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet, die sich für bestimmte Themen einsetzen und Aktionen geplant wurden. So wurden eine Jugendkino und eine Jugendveranstaltung geplant und durchgeführt. Die Jugendlichen wurden zudem bei wichtigen Stadtplanungsprozessen beteiligt und als wichtige Multiplikator:innen für die Jugendarbeit und -hilfe angesehen.

Ziele:

  • Beteiligungsmöglichkeit für junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahre
  • Erhalt und Schaffung einer jugendfreundlichen Stadt Memmingen
  • Bildung von sozialen und demokratischen Kompetenzen
  • Bildung von Sachkompetenzen

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Nur Schulen auswählen, in denen die Schüler:innen die Stadt auch als ihren Lebensmittelpunkt sehen, Kommunikation über Social Media Kanäle nutzen, Sitzungen erst am frühen Abend ansetzen, bei Unterstützung bezüglich Online-Tools an Medienfachberatung wenden, ein Jugendparlament sollte zu den individuellen Strukturen der Kommune passen.

https://www.memmingen.de/aktuell-presse/nachrichten-und-termine/pressemeldungen/singlenews-presse/news/detail/News/jugendparlament-tagt-in-der-stadthalle.html

kommunal mitmischen

 Instagramprogramm der Wandelfabrik der Naturfreundejugend mit einem Wochenplan
kommunal mitmischen (c) Naturfreundejugend

Träger: Naturfreundejugend Deutschlands, Landesverband Bayern

Projektleitung: Julia Hufsky

Dauer: 10.01.2020-31.12.2020

Zielgruppe: Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene (6 -27 Jahre)

Format: Social-Media-Kampagne, Werkzeugkasten, Austauschtreffen

Projektbeschreibung:

Durch verschiedenste Methoden wurde einen Austausch über soziale und umweltpolitische Themen und über die Bedeutung von politischem Handeln ermöglicht. Zusätzlich wurde zur Kommunalwahl eine Social-Media-Kampagne erarbeitet, in der Posts und Videoclips rund um das Thema „Wahlen“ erstellt wurden. Außerdem gab es Thementage wie der Mecker-Mittwoch und der Visionen-Donnerstag, an denen sich die Jugendliche beteiligten konnten. Es wurde ein „Werkzeugkasten“ mit Methoden und Themenkomplexen erstellt, mit dem Jugendleiter:innen in Eigenregie Gruppenstunden, Aktionen und Veranstaltungen zum Thema „kommunal mitmischen“ planen und durchführen können.

Ziele:

  • Ausbau der selbsttragenden Angebotsstruktur von Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche und junge Erwachsene
  • Schaffung einer Plattform für den kommunalen Austausch und Etablierung einer innerverbandlichen Diskussionskultur auf Orts-bzw. Bezirksebene
  • Aktive Beteiligung von jungen Menschen bei kommunalpolitischen Themen
  • Einbeziehung von Kommunalpolitiker*innen für einen lebhaften Austausch

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Viel Zeit einplanen für die Instagram-Beteiligung, da man regelmäßig nachschauen muss, ob etwas repostet oder neue Beiträge hochgeladen wurden, regelmäßige Evaluation, Balance zwischen Online- und Präsenzformate finden, Ausweichpläne haben, junge Menschen von Anfang an miteinbeziehen

https://bayern.naturfreundejugend.de/beitraege/-/-/show/5115/projekt_kommunal_mitmischen/

Etablierung eines digitalen Beteiligungstool für junge Bürger:innen der Stadt Kempten

Bayerischer Demografiepreis für "Der Kemptener Weg der Jugendbeteiligung"
Bayerischer Demografiepreis für "Der Kemptener Weg der Jugendbeteiligung" Stadt Kempten (c) StMFH

Träger: Stadt Kempten, Jugend-, Schul-, und Sozialreferat

Projektleitung: Oliver Huber, Alina Scheidler

Dauer: 01.01.2021 – 31.12.2021

Zielgruppe: Kinder, Jugendliche, junge Menschen (6 – 27 Jahre)

Format: digitales Beteiligungstool

Projektbeschreibung:

Die Wahl für eine digitale Beteiligungsplattform fiel auf „OPIN.me“ von dem gemeinnützigen Verein „liquid democracy e.V.“ Zusätzlich wurde eine Honorarkraft für die Etablierung beauftragt. Die Plattform wurde den Schulen und wichtige Multiplikator:innen vorgestellt. Man konnte eine Probe-Beteiligung starten, um sich zunächst mit der Plattform vertraut zu machen. Das Tool wurde dann für die Wahl der Schüler:innenvertretung und für die Jugendkommission angewendet. Damit das Tool mehr an Anwendung gewinnt, wurde das Tool auch im Jugendhilfeausschuss vorgestellt und Workshops für Multiplikator:innen angeboten.

Ziele:

  • Etablierung eines digitalen Beteiligungstool für Fragestellungen, Diskussionen und Ideenfindung zu planerischen Themen der Stadt
  • Individuelle Nutzung von jungen Menschen
  • Anwendung im schulischen Kontext und im Rahmen der Jugendarbeit
  • Schaffung von moderner, niederschwelliger und transparenten zusätzlichen Partizipationsmöglichkeit für junge Menschen

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Feedbackoption einbinden, Anonymität der Teilnehmenden wahren, Jugendliche jederzeit miteinbeziehen, regelmäßige Dokumentation der Aktivitäten, Maßnahmen und Veranstaltungen für erleichterte Erstellung des Verwendungsnachweises. Datenschutzerfordernisse vom Datenschutzbeauftragten abklären lassen

https://www.kempten.de/der-kemptener-weg-23926.html

Der „Kemptener Weg der Beteiligung junger Menschen“ ist für uns, Amt für Jugendarbeit der Stadt Kempten, deshalb so besonders, weil es zum einen eine gesamtstädtische Strategie ist, die in Zusammenarbeit mit vielen Fachkräften der Jugendarbeit entwickelt worden ist, und zum anderen das Ziel hat allen (!) Jugendlichen in Kempten Möglichkeiten zu eröffnen, sich an Planungsideen und –gedanken zu beteiligen. Die vielfältigen Möglichkeiten und der gemeinsame Wille der Stadt Kempten jungen Kemptener*innen zu beteiligen, machen den Kemptener Weg so besonders. Der „Kemptener Weg der Beteiligung junger Menschen“ ist niedrigschwellig, jugendgerecht, vielseitig und politisch fest verankert." Alina Scheidler, Kommunale Jugendarbeit, Stadt Kempten

Kinderhausen 3.0, KJR Mühldorf am Inn

Träger: Kreisjugendring Mühldorf am Inn

Projektleitung: Friedericke Orleth, Karina Simion

Dauer: 27.04.2020 – 31.10.2020

Zielgruppe: 6-12 Jahre

Format: digitale Kinderstadt

Projektbeschreibung:

Die Kinder holten sich für die digitale Kinderstadt eine zuvor vorbereitete Kinderstadtbox ab, in der alle benötigten Materialien, Anleitungen und ein Wochenplan mit Hinweisen in schriftlicher Form inkludiert waren. So konnten die Kinder verschiedene Bastel-, Mal- und Experimentieraktionen, sportliche Aktivitäten, Vorlesevideos, Diskussions- und Gesprächsrunden sowie Koch- und Backaktionen zuhause mit den Materialien aus der Kinderstadtbox ausführen. Die Ergebnisse wurden fotografisch festgehalte. Mithilfe verschiedener Online-Tools wurden Wahlplakate ausgestellt und eine Bürgermeisterin gewählt. Mit den abgeschlossenen Aktionen erhielten die Kinder Inntaler und konnten sich mit diesen tolle Spielsachen im „Kinderstadt-Onlineshop“ kaufen.

Ziele:

  • Offenes Freizeitangebot für Kinder mit pädagogischem und partizipativem Ansatz
  • Näher bringen von demokratischen Strukturen und das Zusammenspiel des Gemeinwesens
  • Einübung von Werten wie z. B. Verantwortung, Partizipation, Kommunikation ect.
  • Langfristige und aktive Einbringung der Kinder in das Gemeinde- und Verbandswesen
  • Vermittlung eines sinnvollen Umgangs und deren Nutzung von digitalen Medien

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Kommunikation über mehrere Kanäle gestalten, Tutorials für die Online-Tools anbieten, viele Freiwillige in und außerhalb der Jugendarbeit einbinden, Genügend Zeit beim Hochladen von Youtube-Videos einplanen, GEMA-geschützte Musik vermeiden, WeTransfer für Verschicken von großen Dateien verwenden

Youtube-Auftritt der Kinderstadt: https://www.youtube.com/watch?v=oISKeH8b8kQ

„GEB GOES ON! – Junge Menschen planen ihren Stadtteil“

Träger: Kinder- und Jugendhaus z.punkt, Jugendamt der Stadt Nürnberg, Offene Kinder- und Jugendarbeit

Projektleitung: Michaela Hillebrand

Dauer: 01.07.2018 – 31.03.2019

Zielgruppe: junge Jugendliche ab 12 Jahren

Format:

  • Wöchentliche Treffs
  • Einzelgespräche
  • Minecraft-Übernachtungen
  • Aktionstage
  • Reservierte Projekt-Spielstunden im Offenen Treff des Jugendhauses

Projektbeschreibung:

Jugendliche bauen ihren eigenen Stadtteil samt Häuser, Grünflächen, Straßen ect. virtuell und maßstabsgetreu über das PC-Spiel Minecraft nach. Dabei bringen sie ihre eigenen Wünsche und Anregungen mit ein, ganz nach dem Motto: „Ich baue meinen Stadtteil- so wie er mir gefällt!“. Nach Fertigstellung des virtuellen Stadtteils werden Förderanträge zur Umsetzung der Wünsche der Jugendliche in Begleitung erstellt. Die virtuelle Stadt und die Förderanträge werden Stadtvertreter*innen und Entscheidungsträger*innen aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit präsentiert.

Ziele:

  • Schaffung eines Bewusstseins für einen jugendgerechten Stadtteil
  • Schaffung von fach-, struktur- und kommunalpolitischen Strategien zur Realisierung von Jugendinteressen
  • Modellhaftes Vorgehen
  • alters- und zielgruppengerechte Beteiligung von Jugendlichen
  • durch die für die Zielgruppe attraktive Methode Minecraft setzen junge Menschen ihr Expert*innenwissen ein, um ihre Ideen medial anschaulich, nachvollziehbar und kreativ darzustellen
  • Entwickeln eines realistischen Bildes auf ihr Lebensumfeld und dessen gestaltbaren Möglichkeiten und Potentialen
  • Auseinandersetzung mit kommunalen, baulichen, kreativen Veränderungsmöglichkeiten und Weiterentwicklung derselben
  • Erleben von Selbstwirksamkeit (ihre Arbeit stößt auf Anerkennung)

 

Was würde ich anderen Antragsstellenden raten?

Ausreichend Zeit einplanen, da die Erstellung der einzelnen Häuser, Infrastruktur, Details ect. sehr aufwendig ist. Auch in Bezug auf den Förderzeitraum sollte dies berücksichtigt werden.

https://www.nuernberg.de/internet/jugendhaus_zpunkt/geb_goes_on.html

Ansprechpersonen

Eva Riedl
Koordinatorin Fachprogramm Demografie und Partizipation und Landeskoordinatorin "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"
Doris Weiß
Sachbearbeiterin Förderung, Aktivitäten, Projekten, Grundförderung