Kommunale Jugendarbeit

Informationen zu Aufgaben, Zusatzausbildung und Terminen

Externer Inhalt

Für die grafische Darstellung der Karte wird der Dienst von Google Maps verwendet. Die Karte kann erst nach Ihrer Zustimmung zur Datenschutzerklärung angezeigt werden.

Was ist Kommunale Jugendarbeit?

Die Kommunale Jugendarbeit (KOJA) hat in 96 Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern im Rahmen der gesetzlichen Planungs- und Gesamtverantwortung (§§ 79, 80 SGB VIII) eine Schlüsselfunktion für Jugendarbeit in der Kommunalverwaltung.

Kommunale Jugendpfleger:innen arbeiten bei den Kreis- und Stadtjugendämtern oder mit möglicher Delegation ihrer Aufgaben bei Kreis- und Stadtjugendringen. Oft sind weitere pädagogische Fachkräfte diesem Bereich zugeordnet.

Was leistet Kommunale Jugendarbeit?

Mit ihrer gesetzlichen Aufgabe steht die KOJA dafür ein, die Jugendarbeit auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte zu entwickeln, zu fördern, zu vernetzen und zu koordinieren.

Die Fachkräfte beraten und unterstützen damit die kreisangehörigen Gemeinden, freie Träger und Ehrenamtliche der Jugendarbeit bei Angeboten und Maßnahmen im Bereich der Jugendarbeit oder machen eigene, überörtliche Angebote.

Der Bayerische Jugendring berät, unterstützt und begleitet die Weiterentwicklung der Kommunalen Jugenarbeit im Rahmen einer übertragenen Staatsaufgabe.

Zur Kommunalwahl 2026 stellt der BJR einen neuen Flyer zu Fachkräften der Kommunalen Jugendarbeit und Gemeindejugendpflege  zur Verfügung.

Hinweis zum Drucken: Für das beste Druckergebnis müsstet ihr vor dem Ausdruck darauf achten, dass ihr unter "Seite anpassen und Optionen" jeweils Haken setzt bei "Tatsächliche Größe" und "Papier beidseitig bedrucken". Manche Drucker bieten euch auch die Option "randloser Druck" oder "ohne Ränder drucken" an, die auszuwählen wären. Bitte beachtet, dass nicht jeder Drucker einen randlosen Druck unterstützt und ihr in solchen Fällen kleine weiße Ränder hinnehmen müsst, die optisch aus unserer Sicht aber wenig störend sind.

Die Kommunale Jugendarbeit wird in 96 Landkreisen und kreisfreien Städten durch 150 Kreisjugendpfleger:innen und Stadtjugendpfleger:innen wahrgenommen.

Einladung zur Landestagung Kommunale Jugendarbeit 2026

Die nächste Landestagung der kommunalen Jugendarbeit findet vom 17.06.2026 - 18.06.2026 in der  Kath. Landvolkshochschule Petersberg, 85253 Erdweg statt. 

Jugendarbeit schafft was!?

Räume für junge Lebenswelten

Unser Ziel ist, mit der Möglichkeit zum bayernweiten Austausch der KOJA nach der Kommunalwahl 2026 einen aktuellen Überblick über die jungen Lebenswelten in Bayern zu bekommen. Damit verbunden sind dann immer neu und lokal passend veränderte Bedarfe für Jugendarbeit. Sie soll auch öffentliche Räume für junge Menschen möglich machen, nicht zuletzt um unsere Demokratie und sozialen Frieden zu bewahren.

Mit externem Input, Themen-Gruppen und einem jugendpolitischen Podium schauen wir auf die im Arbeitsfeld kommunale Jugendarbeit wichtigen Themen und Trends:

  • Welche Bedarfe für Jugendarbeit gibt es durch immer mehr Fragen der psychischen Gesundheit und Belastung für junge Menschen durch Schule, Medien und Arbeitswelt?
  • Wie genau sollte Jugendarbeit reagieren auf die größte Veränderung im Alltag junger Menschen, die Auflösung von digitalen und „echten“ Lebenswelten und die immer größere Macht der KI und Tech-Konzerne?
  • In welchen Lebenswelten sind junge Menschen „zwischen zwei Heimaten“ daheim? Mit welchen Angeboten gelingt hier zeitgemäße Integration in Bayern?
  • Wo können wir nicht nur in Städten im öffentlichen Raum Platz für alle jungen Menschen schaffen, wie verändert sich damit etwa die offene Jugendarbeit?
  • Wie können wir als kommunale Jugendarbeit selbstbewusst reagieren auf die Gefahren des Rechtsextremismus, die uns täglich als Einstellung und ab 2026 immer häufiger auch in politischen Gremien herausfordern?

Mehr Infos und Einladung sowie Anmeldeformular folgen Ende Februar 2026. 

Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung während der Tagungsteile sind 100 Euro im DZ und 150 € im EZ, die begrenzt zur Verfügung stehen. Tagungsbeitrag ohne Übernachtung pro Tag 40 €.

 

 

 

 

 

Dokumentation zur Landestagung Kommunale Jugendarbeit 2025

Die Dokumentation zur Landestagung Kommunale Jugendarbeit ist online. Es war ein Highlight zur aktuellen Diskussion, Austausch und Fortbildung für alle in unseren 96 Dienststellen in ganz Bayern!

Unser Thema war:

Wie stärken wir die Jugendarbeit?

Kommunale Pflichtaufgaben in Zeiten knapper Ressourcen

von Donnerstag, 26. Juni 2025 bis Freitag, 27. Juni 2025 in der Jugendherberge Burg, Burg 2, 90403 Nürnberg

Programm als pdf-Datei (Stand 24.6.2025) als Einladung für die kommunalen Jugendpfleger:innen und Fachkräfte der Kommunalen Jugendarbeit in Bayern

Präsentationen als pdf-Download:

Prof. Dr. Jens Pothmann (DJI), Impulsvortrag: „Wie stärken wir die Jugendarbeit – in Zeiten knapper Ressourcen?“ (pdf)

Karlheinz Malojer, Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste Südtirol, Bozen: Impuls von außen – Trends und Erfolge aus der kommunalen Jugendarbeit in Südtirol

Julia Schötz, Jugendhilfeplanung Landesjugendamt Bayern: Sind Bedarfe objektivierbar? Wie messen wir den Bedarf für kommunale Jugendarbeit?

Dr. Heiko Tammena: Ablauf und Aktuelles aus dem BJR mit Terminen 

 

Pressemitteilung BJR zur Landestagung KOJA 2025

 

 

 

Nachruf für Jugendpfleger Helmut Spiegler (Straubing) - verstorben am 22. März 2025

Viel zu früh mussten wir von Helmut Spiegler Abschied nehmen. Unser lieber Freund und sehr geschätzter Kollege in der Bayerischen Jugendarbeit, ist am 22. März 2025 nach kurzer Krankheit unerwartet im Alter von 60 Jahren verstorben.

Helmut Spiegler war in der Stadt Straubing seit 1995 Mitarbeiter im Amt für Soziale Dienste. Als ausgebildeter Bankkaufmann und Sozialpädagoge hat er dort in verschiedenen Positionen, als Kommunaler Jugendpfleger und zugleich als stellvertretender Leiter des Amtes, maßgeblich das Profil einer modernen Jugendarbeit der Stadt Straubing gestaltet. Als früher Mitarbeiter und späterer Leiter des Jugendzentrums konnte er später als Stadtjugendpfleger den jetzigen prominenten Standort des JUZ am Alten Schlachthof begründen und verwirklichen. Mit Helmut Spiegler feierte die Mobile Jugendarbeit in Straubing ihre Geburtsstunde, er begleitete u.a den Ausbau der Jugendsozialarbeit an Schulen ebenso wie verschiedene Jugendkultur- Initiativen und die langjährigen Ferienprogramme. Mit attraktiven Schüleraustausch- Aktivitäten sowie mit zahlreichen Jugendbegegnungen im Rahmen der verschiedenen Städtepartnerschaften qualifizierte er erfolgreich die Internationale Jugendarbeit der Stadt Straubing.

Prägend wirkte Helmut Spiegler auch für die landespolitische Entwicklung der Kommunalen Jugendarbeit in Bayern. Über zwei Jahrzehnte hinweg engagierte er sich, über seine Tätigkeit vor Ort hinaus, gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Jugendpflegerinnen und Jugendpfleger für die Weiterentwicklung, Modernisierung und Ausdifferenzierung der öffentlichen Jugendarbeit. Als Mitglied im Vorstand sowie von 2014 -2018 als Vorsitzender der ABJ arbeitete er regelmäßig und eng mit allen Organen sowie mit der Geschäftsstelle das Bayerischen Jugendrings zusammen. Mit seiner herausragenden jugendarbeiterischen Expertise und seinen klaren Haltungen und Standpunkten unterstützte er maßgeblich eine moderne konzeptionelle Profilgebung der Kommunalen Jugendarbeit in Bayern. Helmut Spieglers praxisgeleiteter Zugang zur Jugendarbeit verhalf, in dynamischen Zeiten der Weiterentwicklung des Arbeitsfeldes, stets zu sachgerechter Orientierung und zu realitätsorientierten Konzepten und Ergebnissen. Viele Gremien und Arbeitsrunden der Jugendarbeit sowie nicht zuletzt auch die Arbeitsgemeinschaft der Niederbayerischen Jugendpflegerinnen und Jugendpfleger im Bezirksjugendring Niederbayern profitierten davon.

Die persönliche Zusammenarbeit mit Helmut Spiegler war immer auch ein konstruktiv - gemeinsames, von Freundschaft getragenes Wirken. Seine große Menschenfreundlichkeit und die allzeit emphatische Wertschätzung seinen Arbeitspartnern gegenüber machten ihn zu einem allseits gesuchten und geschätzten Kollegen in der Bayerischen Jugendarbeit. Seine fachliche Kompetenz, seine menschliche Wärme und Güte sowie seine Freundschaft fehlen der Jugendarbeit in Bayern und uns allen bereits jetzt.

wp

Ansprechperson